Kinderarmut

Genug für Alle!


„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Mohandas Karamchand Gandhi

Armut oder gar Kinderarmut - gibt es das in Österreich überhaupt noch? Leider ja! Armut ist für viele Kinder in Österreich nach wie vor alltägliche Realität.

Obwohl Österreich eines der reichsten Länder der Welt ist, sind noch immer 18 % der österreichischen Wohnbevölkerung - das sind 1.542.000 Menschen - von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Wir finden, das ist in einem der reichsten Länder der Welt, wo die reichsten 5 % der Haushalte 45 % des gesamten Bruttovermögens besitzen, ein Skandal. Armut grenzt Erwachsene und Kinder aus und verschlechtert ihre Zukunftschancen.

Wenn du mehr über Armut wissen möchtest…

Auf der Homepage der Armutskonferenz Österreich, bei der auch die KJSÖ Mitglied ist findest du viele Informationen zum Thema Armut.

Die Studie von Ingrid Kromer und Grudrun Horvat (2012): „Arm dran sein & arm drauf sein“ Wie Mädchen und Buben in Österreich Armut erleben und erfahren. Bericht zur Lage der Kinder 2012, Schriftreihe der KJSÖ; beleuchtet Armut aus der Sicht von Kindern.


UN-Kinderrechtskonvention

Zum Tag der Kinderrechte richteten wir 2017 den Blick besonders auf Artikel 27 der UN Kinderrechtskonvention. Recht auf angemessenen Lebensstandard und staatliche Sicherung eines Existenzminimums:

Kinder und Jugendliche haben das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard. Grundsätzlich sind die Eltern nach ihren Möglichketen verantwortlich dafür. Der Staat wiederum muss dafür sorgen, dass es die notwendigen Voraussetzungen dafür gibt, dass die Eltern ihrer Pflicht nachkommen können und bei Bedürftigkeit hat der Staat Hilfs- und Unterstützungsprogame vorzusehen. Der Staat hat alle Maßnahmen zu treffen, um die Geltendmachung von Unterhaltsansprächen des Kindes gegenüber den Eltern sicherzustellen.


Was arm sein in Österreich heißen kann

  • Die Wohnung nicht ausreichend heizen können.
  • Sich die ganze Zeit Sorgen machen wie man finanziell über die Runden kommen kann und wo man noch sparen könnte.
  • Kein Taschengeld bekommen
  • Nicht auf Urlaub fahren können.
  • Nicht genug Geld für Nahrungsmittel haben.
  • Sich schämen.
  • Keine neue und der Jahreszeitentsprechende Kleidung kaufen können.
  • Nicht auf Schulausflug mitfahren können.
  • In einer zu kleinen Wohnung leben.
  • Nicht zu Geburtstagsfeiern gehen, weil kein Geld für ein Geschenk da ist.
  • Was fällt dir noch ein?