Politiker/innen räumen mit Bildungshürden aufZum insgesamt vierten Mal veranstaltet die Katholische Jungschar Österreichs die sogenannte Jahresaktion zum Internationalen Tag der Kinderrechte. Jedes Jahr widmen sich Jungschargruppen aus ganz Österreich einem Artikel aus der Kinderrechtskonvention (KRK). Ging es im Vorjahr um den Platz im öffentlichen Raum für Kinder, so hat sich die Katholische Jungschar heuer für das Thema "Recht auf Bildung", angelehnt an den Artikel 28 (anbei), entschieden.
Mit diesem Slogan zur heurigen Aktion möchte die Katholische Jungschar, als größte Kinderorganisation Österreichs, die Anliegen der Kinder rund um das Thema Bildung in den Mittelpunkt stellen. Sowohl die österreichischen, als auch die internationalen Probleme im Bereich Bildung wurden im Rahmen von sechs Forderungen der Katholischen Jungschar erarbeitet. Den vollständigen Text der Forderungen finden Sie anbei.
Kinder aus ganz Österreich haben sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Artikel 28 der Kinderrechtskonvention auseinandergesetzt und versucht, ihre Probleme und Anliegen im Bereich Bildung zu erarbeiten. Diese Anliegen wurden kreativ umgesetzt und werden nun im Rahmen eines Bildungsparcours präsentiert. Die eingeladenen Politiker/innen sind aufgefordert, gemeinsam mit den Kindern Lösungsansätze zu erarbeiten und anschließend symbolisch die Hürden abzubauen.
Eine zentrale Forderung der Katholischen Jungschar ist seit langem die Verankerung der Kinderrechte in der österreichischen Verfassung. Österreich hat zwar im Jahre 1992 die KRK unterschrieben und als Bundesgesetz beschlossen, dieses jedoch mit einer Vorbehalteklausel versehen. Es kann somit in Österreich nicht mit Berufung auf die KRK im Rahmen eines Gerichtverfahrens geklagt werden.
Nachdem diese Forderung auch in das Regierungsübereinkommen zwischen ÖVP und FPÖ aufgenommen wurde und sich nun der Österreich-Konvent mit dieser Frage auseinandersetzt, sind wir zuversichtlich, dass die verantwortlichen Politiker/innen in diesem Land dieses Anliegen unterstützen.
Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für die Rechte von Kindern und Jugendlichen (kurz YAP) geht es darum, eine Verbesserung der Lebensbedingungen der jungen Menschen in diesem Land herbeizuführen. Aus Sicht der Jungschar gehört dazu u.a. die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung.