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Jungschar ist für alle Kinder da

Gesellschaften sind stetigen Veränderungen unterworfen. Menschen wandern aus. Menschen wandern zu. Kinder, die in Österreich und Südtirol leben, haben unterschiedliche Religionen und Konfessionen oder bekennen sich zu keiner Religionsgemeinschaft.

Gemäß den Worten der Bibel: „Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“ (Mk 10,13-16) wollen auch wir offen für alle Kinder sein, die in unsere Gruppen kommen und an unseren Angeboten teilnehmen wollen.

Auch in der Kinderrechtskonvention ist ein Verbot der Diskriminierung verankert: Gleich aus welchen Gründen (Hautfarbe, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Sprache, Geschlecht, Religion, Behinderung, Vermögen der Eltern, etc.) ist eine Benachteiligung von Kindern unzulässig.

Unser Handeln ist kinderpastorales Tun im Rahmen der Katholischen Kirche, das ein pastorales Bemühen um die Kinder ist, wie es im pastoralen Selbstverständnis der Katholischen Jungschar festgeschrieben ist. Schon in jedem einzelnen Schritt unserer Arbeit verwirklicht sich die Verkündigung der befreienden und frohmachenden christliche Botschaft. Durch das konkrete Engagement von Menschen wird sie für die Kinder erfahrbar. So sind wir ein Heilszeichen für die Welt. Deshalb sind wir offen für alle Kinder, die Teil der Katholischen Jungschar sein wollen.

Für die Arbeit in den Gruppen heißt das:

Wenn Kinder mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen in unsere Gruppen kommen, werden Gruppenleiter/innen und Leitungsverantwortliche vor besondere Herausforderungen gestellt. Es gilt, sensibel heranzugehen und mit viel Einfühlungsvermögen die Bedürfnisse der/des Einzelnen wahrzunehmen und zur respektieren. Wenn es gelingt, die Vielfältigkeit und Heterogenität in Bezug auf Herkunft, Religion, soziales Umfeld, Familien- oder ökonomische Situationen zu benennen und anzunehmen, dann ist die Gruppe ein Ort positiver und bereichernder Erfahrungen für Kinder. In der Jungschargruppe kann durch einen wertschätzenden Umgang mit Verschiedenartigkeiten ein gelingendes Miteinander erfahrbar werden.

„In der Jungschar gehen wir von der Vision eines Zusammenlebens aus, wo Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen, Arme und Reiche, behinderte und nichtbehinderte Menschen, ... das Leben miteinander teilen. Auf dem Weg zu einer so gestalteten christlichen Gemeinschaft leisten wir unseren Beitrag zu einem geglückten Leben der Kinder.“ So ist es im Leitbild der Katholischen Jungschar festgeschrieben.

In der Bibel finden wir Anhaltspunkte, wie Jesus mit Kindern umgegangen ist. Für die alltägliche Praxis heißt das, dass wir:

  • Kinder vorbehaltlos annehmen
  • Kinder in die Mitte unserer Betrachtungen und Aktivitäten stellen
  • uns Kindern zuwenden und sie segnen
  • gegen all jene auftreten, die Kinder ausgrenzen oder gewaltsam disziplinieren wollen
  • in Kindern die Hoffnung und die Chance auf eine gute Zukunft sehen.

Mit dieser Grundhaltung Kindern gegenüber wissen wir uns in der Nachfolge Jesu. So sind wir als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Katholischen Jungschar für die Kinder Träger/innen und Verkünder/innen der befreienden und frohmachenden Botschaft Jesu, der gekommen ist, „...damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh. 10,10).


Zum Thema „Ökumene“ gibt es einen eigenen Lexikontext.