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Kinderliturgiekreise

Der Kinderliturgiekreis einer Pfarre sorgt sich um eine kindgemäße Gestaltung von Gottesdiensten.
Der Kirche kann es nicht gleichgültig sein, wo und wie Kinder in ihren Gemeinden Auf- und Annahme finden. In den Gottesdiensten können Kinder erleben, dass religiöse Erfahrungen - über die Familien hinaus- Platz haben und nicht reine Privatsache sind.
Wenn die Beteiligung der Kinder am Gottesdienst kindgemäß (und nicht kindisch)und altersgerecht sein soll, dann muss sich der Gottesdienst immer wieder inhaltlich, sprachlich und in der Gestaltung am Entwicklungsstand der Kinder und ihrer Welt orientieren.

  • Wer mit Kindern Gottesdienst feiert und diesen gestaltet, sollte sich für Situation der Kinder interessieren und eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen können.
  • Gottesdienste mit Kindern sollen sinnenhaft gestaltet werden, da Kinder die Welt über ihre Sinne wahrnehmen und die Sinne wesentlich zum religiösen Erleben gehören.
  • Das eigene Tun ermöglicht, dass Kinder etwas wirklich verinnerlichen und verstehen können.
  • Die Sprache im Kindergottesdienst muss konkret und anschaulich sein, weil die Kinder abstrakte theologische Begriffe oder Symbole weniger verstehen können als Erwachsene.

Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Liturgie und dem Pfarrgemeinderat

Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem FA Liturgie und dem PGR, um die verschiednen Anliegen und Vorhaben abstimmen zu können.
Außerdem wird es von Zeit zu Zeit wichtig sein, sich im Pfarrgemeinderat darüber zu verständigen, welche Absichten und Ziele der Kinderliturgiekreis hat, mögliche Konflikte zu bereden und die unterschiedlichen Zugänge zu Liturgie und Bedürfnisse zur Sprache zu bringen.
Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Fachausschüssen und Gruppen in der Pfarre sollte gesucht werden: FA Ehe und Familien, Jungscharleitungskreis, FA Kinder (-und Jugend)pastoral, usw.

Arbeitsweise eines Kinderliturgiekreises

Ausgangspunkt für jede Vorbereitung sollte die jeweilige Bibelstelle sein. Anschließend werden konkrete Möglichkeiten der Gestaltung gesucht.

Gefeierte Gottesdienste reflektieren. Mögliche Fragen für die Reflexion:
Was ist gelungen, was weniger?
Roter Faden durch den Gottesdienst oder Ansammlung von Elementen?
Kommunikation unter den Beteiligten (Vorbereitende und LeiterIn, Musik, LektorInnen, MesnerIn,...)?
Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten?
Ist es gelungen, eine liturgische Feier zu gestalten oder wurde daraus eine Variante einer Religionsstunde?
Konnten die Erwachsenen mitfeiern oder haben sie an einer "Aufführung" der Kinder als Publikum teilgenommen?

Jahres-oder Halbjahresplanung machen, auch in Zusammenarbeit mit dem FA Liturgie

Mögliche MitarbeiterInnen:

Eltern, ReligionslehrerInnen, (Ehemalige) GruppenleiterInnen der Katholischen Jungschar, SeelsorgerInnen
Immer wieder neue Leute suchen; schauen, dass Erfahrungen nicht verloren gehen.
Eltern können für die Mitarbeit gewonnen werden aus ihrer eigenen Betroffenheit heraus. Es ist gut, wenn Betroffene sich sorgen sich um ihre Sache und damit einen Dienst für alle leisten und nicht einige perfekte SpezialistInnen die anderen "versorgen".

Monika Heilmann, geistliche Assistentin der Jungschar Linz

Literatur:
Heike Helmchen-Menke, Gott entdecken Schritt für Schritt. Herder Freiburg i.Br. 1998
Liturgische Kommission für Österreich (Hg.), Direktorium für Kindermessen in: Richtlinien für Kindermessen und Meßfeiern kleiner Gemeinschaften, 1974