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Jesus lebt - Frauen verkünden die Botschaft

Elemente für den Gottesdienst

Hier findest du verschiedene Gottesdienstelemente, die für die Gestaltung der Osterliturgie im Rahmen der Ostergrußaktion der Kath. Jungschar zum Thema: "JESUS LEBT! Frauen verkünden die Botschaft!" gesammelt wurden. Wähle aus, was dir und deiner Gruppe gefällt und für euch passt!

Ostergrußkarten

Die Kinder teilen die Ostergrußkarten an die Gottesdienstbesucher aus. Das kann entweder schon zu Beginn der Gottesdienstes, beim Friedensgruß oder am Ende der Messfeier geschehen. Das Ostergrußplakat könntest du zum Beispiel im Altarraum für alle gut sichtbar aufhängen.

Begrüßung

Am ersten Ostersonntag - damals vor fast 2000 Jahren - machen ein paar Frauen und Männer eine Erfahrung, die alles verändert: Jesus, ihr Freund und Meister, ist nicht mehr tot. Er lebt!
Diese Erfahrung berührt sie so tief, dass sie es weitererzählen müssen, auch wenn die Botschaft gegen allen Verstand und gegen jede Vernunft zu sein scheint.
Jesus lebt!
Uns allen gilt die Botschaft der Auferstehung: Ein neues Leben mit Jesus hat begonnen. Wir alle sind Botinnen und Boten des Lebens, das Gott uns durch Jesus schenkt. Und wir alle dürfen heute gemeinsam diese Botschaft feiern!

Evangelium: Lk 24,1-12

Einheitsübersetzung
Die Frauen gehen zum Grab
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos da standen, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

Aktionsvorschlag:

Das Osterevangelium mit verteilten Rollen
Die Frauen am Grabe

Das Osterevangelium nach Lukas 24,1-12 wird mit verteilten Rollen gelesen. Günstig sind zwei verschiedene Lese-Orte im Altarraum: für den/die ErzählerIn und die drei Frauen.
Wenn im Altarraum genügend Platz zur Verfügung steht, kann das erzählte Geschehen auch mit Tüchern sichtbar gemacht und vertieft werden (schwarze, grüne, rote, gelbe Tücher). Für das Auflegen der Tücher können Kinder eingeteilt werden - ev. unter Anleitung einer erwachsenen Person.

ErzählerIn:
Nach seinem Tod am Kreuz liegt Jesus im Grab. Ein angesehener Mann und ein paar Frauen haben ihn in ein Felsengrab gelegt. Ein großer schwerer Stein wurde vor die Öffnung gewälzt, so wie es damals in Jerusalem üblich war. Vielleicht ist der Stein auch Zeichen dafür, dass es jetzt endgültig aus ist mit diesem Menschen. Tot ist tot.

(Schwarze Tücher werden auf dem Boden ausgebreitet).

Die Freunde von Jesus haben sich zurückgezogen und eingeschlossen. Sie sind völlig verzweifelt und wissen nicht mehr, wie es ohne Jesus weitergehen soll.
Die Frauen, die mit Jesus gegangen sind, wollen ihn noch einmal im Grab besuchen. Sie überwinden ihre Angst und machen sich auf den Weg zum Garten, in dem Jesus begraben liegt.

(Für jede der drei Frauen wird ein rotes Tuch von der Mitte ausgehend auf die schwarzen Tücher gelegt).

Mirjam aus Magdala:
Ich bin Mirjam. Mein Heimatort heißt Magdala. Dort habe ich gelebt und in einem großen Haus gewohnt. Ich war lange Zeit sehr krank. Meine Seele war krank. Vor Traurigkeit und Angst konnte ich das Leben nicht genießen. Die Menschen hatten Angst vor mir. Sie gingen mir aus dem Weg.
Einmal kam auch Jesus in unsere Stadt. Mit ihm hat sich mein Leben verändert. Er hat mich gesund gemacht - aufrecht und stark. Ich bin ein neuer und fröhlicher Menschen geworden. Alles ist anders geworden. Ich habe mich Jesus angeschlossen - wie andere Frauen und Männer auch. Es hat mich glücklich gemacht, in seiner Nähe zu sein. Es war schön, wenn er von Gott erzählte. Seit dieser Zeit habe ich in Gemeinschaft mit Gott und den Menschen gelebt.
Und jetzt ist er tot. Ich kann es noch immer nicht fassen.

Johanna:
Ich bin Johanna.
Seit ich Jesus begegnet bin, hat sich alles in meinem Leben geändert.
Es war nicht einfach für mich, den Weg mit Jesus zu gehen. Mein Mann ist Beamter am Hof des Königs, er hat Probleme wegen mir bekommen. Aber ich spüre: Die Botschaft von Jesus ist so wichtig für mich, dass ich in seiner Nähe sein will.
Auch jetzt noch, wo er tot ist.

Maria, die Mutter des Jakobus:
Ich bin Maria. Durch meinen Sohn Jakobus habe ich Jesus kennen gelernt. Gemeinsam mit den anderen Frauen bin ich mit Jesus gegangen.
Viele Leute haben mich deswegen schief angeschaut. Eine Frau müsste bei uns ja eigentlich zu Hause bleiben und dort für die Familie sorgen.
Aber Jesus hat das akzeptiert. Er wollte immer, dass die Menschen das tun, was für sie richtig und wichtig ist. Auch wenn die anderen Leute dann schlecht reden. Ich habe mich bei ihm so richtig angenommen gefühlt, er hat mich so geschätzt, wie ich bin - eine einfache Fischersfrau.
Und jetzt bleibt uns nur noch ein letzter Weg zu Jesus in seinem Grab.

(Zwischen die roten Tücher werden grüne Tücher gelegt).

ErzählerIn:
Die Frauen gehen zum Grab - an diesem Morgen, wo alles so schwer und dunkel ist. Sie wollen Jesus ein letztes Mal besuchen, seinen toten Körper mit duftenden Ölen und Salben eincremen. Das sind die letzten Zeichen der Liebe, die sie ihm schenken wollen.
Schweigend gehen sie den Weg. Sie denken an Jesus und an die vielen schönen Stunden, die sie mit ihm erlebt haben. Schweigend kommen sie beim Grab an. Als Mirjam aufschaut, bleibt sie erschrocken stehen.

Mirjam:
Der Stein ist fortgerollt! Was soll das bedeuten?

ErzählerIn:
Jetzt packt sie wieder die Angst. Sie gehen in das Felsengrab hinein. Langsam erkennen ihre Augen drinnen in der Dunkelheit die aus dem Stein gehauene Bank. Hier sollte der tote Körper von Jesus liegen. Aber wo ist er? Was ist geschehen?

Mirjam aus Magdala schluchzt.
Mirjam:
Jetzt haben wir gar nichts mehr, woran wir uns halten können!

ErzählerIn:
Auch Johanna beginnt zu weinen. Nun sind sie endgültig verlassen und allein.
Doch da stupst sie Maria in die Seite.

Maria:
Schwestern, dort! Schaut!

ErzählerIn:
Maria zeigt auf zwei Gestalten im Morgenlicht. Sie glänzen wie die Morgensonne. Sie sind wie aus einer anderen Welt. Johanna greift nach der Hand von Mirjam.
"Was sucht ihr Jesus bei den Toten?", sprechen die Gestalten sie an. "Er ist nicht mehr im Grab. Gott hat ihn auferweckt. Jesus lebt! Was er gesagt und getan hat, geht weiter! Gott will es so!"
Johanna kann nicht aufschauen. Was sie da hört, ist wie überwältigende Musik.
"Wisst ihr nicht mehr, was euch Jesus damals in Galiläa gesagt hat? Er hat sein Leiden angekündigt, er hat gewusst, dass andere über ihn Macht haben werden, und dass er getötet wird wie ein Schwerverbrecher. Und erinnert ihr euch nicht mehr daran, dass er euch auch angekündigt hat, dass sein Tod nicht das Ende sein wird, sondern Gott ihm helfen wird?"
Da standen die drei Frauen. Wie Musik klangen die Worte in ihnen nach. Es war, als würden sie das Dunkel der Traurigkeit vertreiben.

(Gelbe Tücher werden in die Mitte gelegt - wie eine Sonne. Eventuell können auch noch Strahlen dazugelegt werden).

Zuerst findet Mirjam aus Magdala wieder Worte:

Mirjam:
Steht uns nicht alles, was Jesus gesagt und getan hat noch vor Augen?
Warum vertrauen wir nicht darauf?

Johanna:
Wir wollten seinen Leichnam im Grab festhalten mit unseren Salben.
Gut, dass er jetzt fort ist. Gott will uns damit sagen: Wir sollen den toten Jesus loslassen. Jesus will leben. Er will, dass wir das allen erzählen.

ErzählerIn:
Maria, die Mutter des Jakobus, hat Zweifel.

Maria:
Seit wann hören die Männer auf uns? Uns Frauen werden sie doch nicht glauben, dass uns Gott als Botinnen schickt - noch dazu mit einer so unglaublichen Nachricht!

ErzählerIn:
Mirjam aus Magdala aber ist erfüllt von der Botschaft, die sie gehört hat.
Sie glaubt und vertraut darauf, dass das alles wahr ist. Sie ermutigt die anderen Frauen.

Mirjam:
Wir haben hier am leeren Grab erfahren, dass Jesus lebt.
Er lässt uns nicht allein. Gott ist mit uns! Das müssen wir weitersagen, Schwestern!

ErzählerIn:
Voll Vertrauen und Mut und mit einer großen Freude im Herzen gehen die Frauen zu den Männern und erzählen: Jesus lebt! Er ist auferstanden! Er ist mitten unter uns!

Maria, Johanna, Mirjam:
Jesus lebt! Er ist auferstanden! Er ist mitten unter uns.

Die drei Frauen gehen zu den Leuten in den Kirchenraum und sagen diese Sätze weiter - mit der Aufforderung an die Leute, es auch ihren Sitznachbarn und - nachbarinnen weiterzusagen.

Gegen Ende dieser "Durchsage-Phase" kann ein Osterlied oder Halleluja eingespielt werden, in das dann alle gemeinsam einstimmen.
Wenn zum Sprechtext auch Tücher aufgelegt wurden, kann dieses entstandene "Bild" während des Liedes von den Kindern mit Blumen und kleinen Zweigen geschmückt werden.
Text zum Glaubensbekenntnis:
Ich glaube, dass die Erde so angelegt ist,
dass sie zum Himmel für alle werden kann.
Ich glaube an Jesus von Nazareth.
Ich glaube an das Leben
und dass der Tod nicht das letzte Wort spricht.
Ich glaube an Gott
und seinen belebenden Geist.
Ich glaube an die Menschen -
an die Frauen und Männer und Kinder,
die durch ihr Leben die Welt verändern können.
Ich glaube an die Erde - an das gemeinsame Haus aller Menschen.
Ich glaube an den neuen Himmel auf einer neuen Erde,
wo die Menschen in Frieden und Freude miteinander leben.

Fürbitten:

Einleitung:
Gott, wir danken dir für Jesus, der uns durch sein Leben und seine Auferstehung Kraft, Mut und Hoffnung schenkt. Mit ihm bitten wir dich:

Älterer Mensch:
Gott, wir danken dir, dass Ostern geworden ist. Wir feiern das Leben, dass du uns durch die Auferstehung Jesu neu geschenkt hast.
Wir bitten dich: Lass alle Menschen hören und glauben, dass du das Leben willst und Leben schenkst mitten im Tod.
Schenke allen Licht und neues Leben.

Antwort: Schenke allen Licht und neues Leben.

Mann:
Gott, wir danken dir, dass du uns gezeigt hast, dass wir mit dir neue Wege gehen können.
Wir bitten dich: Lass alle, die in Krieg und Feindschaft leben, auferstehen zu einem neuen Leben in Liebe und Frieden.
Schenke allen Licht und neues Leben.

Antwort: Schenke allen Licht und neues Leben.

Frau:
Gott, wir danken dir, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Wir bitten dich: Lass uns in dieser Gemeinde nicht hart und unbeweglich werden. Lass uns immer wieder aufbrechen zur Lebendigkeit und Freude, die du uns schenkst.
Schenke allen Licht und neues Leben.

Antwort: Schenke allen Licht und neues Leben.

Kind:
Gott, wir danken dir, dass Jesus auferstanden ist.
Wir bitten dich: Schenke den Kindern, die traurig, mutlos und einsam sind neue Hoffnung und schicke ihnen Menschen, die sie annehmen und lieben.
Schenke allen Licht und neues Leben.

Antwort: Schenke allen Licht und neues Leben.

Abschluss:
Gott, höre unsere Bitten. Lass uns mit Jesus auferstehen zum neuen Leben - heute, morgen und alle Tage. Amen.

Gabengebet

Gott, Vater und Mutter aller Menschen,
du hast Jesus auferweckt vom Tod zum neuen Leben. Die Frauen haben diese Botschaft weitergesagt - die Jüngerinnen und Jünger haben erlebt und gespürt, dass Jesus lebt und mitten unter ihnen ist.
Brot und Wein sind Zeichen, in denen Jesus jetzt auch bei uns sein will.
Schenke uns durch ihn ein neues Leben. Lass uns seine Liebe erfahren, wenn wir einander begegnen und miteinander feiern - ihn, der unser Bruder ist - in der Gemeinschaft mit dir, Gott.

Osterwunsch und Segen

Das ist unser Osterwunsch:
Dass Sie, dass ihr alle
die Kraft zum Leben spürt,
die uns geschenkt ist durch die Auferstehung Jesu -
und die uns stark macht
zum Auf-er-stehen
zum Aufstehen und aufeinander Zugehen
zum Verkünden der guten Nachricht für alle Menschen:
Jesus lebt!
Dazu schenke uns Gott, der Lebendige, seinen Segen:
Gott, der unser Vater und unsere Mutter ist.
Jesus, der Auferstandene und unser Bruder
und der Heilige Geist,
der uns die Kraft gibt zu einem Leben in Freude.
Amen.

Weitere Texte:

VORBOTINNEN

Plötzlich fällt es mir
wie Schuppen von den Augen:

Frauen waren es,
die als erste die Osterbotschaft verkündeten -die unglaubliche!

Frauen waren es,
die zu den Jüngern eilten,
die atemlos und verstört
die größte aller Nachrichten weitersagten:

ER LEBT!

Stellt euch vor, die Frauen hätten
in den Kirchen Schweigen bewahrt!

M. Wilhelmsson (aus: Franz Kamphaus, Mutter Kirche und ihre Töchter)


Liedervorschläge:

"Der Himmel geht über allen auf" Lieder verbinden 60/ Liederquelle 31
"Ich lobe meinen Gott" Das Lob 323 B
"Du bist da, wo Menschen leben" Liederquelle 37
"Ja heute feiern wir" Liederquelle 107
"Manchmal feiern wir mitten im Tag" aus: effata 23, März 92
"Wir brechen auf" Quelle unbekannt

Quellenangabe:
Die Elemente für den Gottesdienst sind in überarbeiteter Form der Kinder-Gottesdienst-Gemeinde (KGG) Nr. 39 entnommen. Herausgegeben vom Pastoralamt der Diözese Linz, zusammengestellt von Ursula Steiner.