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Neologismen utilisieren

Für dieses Spiel braucht ihr nur ein Fremdwörterlexikon, Spielfiguren, Papier und Stifte. Als Spielbrett wird ein Zettel mit so vielen nummerierten Feldern wie Leute mitspielen benötigt. Reihum ist jede/r eine Runde lang Spielleiter/in und sucht sich aus dem Lexikon ein Wort aus, dessen Bedeutung möglichst keine/r kennt. Die Mitspieler/innen sollen nun ausgefallen-kreative und doch glaubwürdige Erklärungen dafür finden und auf ein Blatt Papier schreiben. Der/die Spielleiter/in sammelt die Zettel ein, liest die Antworten nacheinander vor und nummeriert sie dabei in zufälliger Reihenfolge durch – die richtige Antwort, die er/sie ebenfalls aufgeschrieben hat, ist natürlich auch dabei. Alle anderen dürfen nun raten, welche Erklärung stimmt und setzen ihren Spielstein auf das Feld mit der entsprechenden Zahl, bevor die Auflösung verkündet wird.

Elefantennasenlöcher?

Sicher kennen die meisten von euch Drudel – Bilderrätsel, bei denen erraten werden muss, was darauf zu sehen ist. Das Witzige daran ist die ungewöhnliche Perspektive, aus der die Personen oder der Gegenstand abgebildet sind. Mit etwas Phantasie ist es nicht schwer, solche Drudel selbst für einander zu machen. Nachdem ihr gemeinsam einige fertige Drudel betrachtet habt, setzen sich die Kids alleine oder in Kleingruppen zusammen, um selbst welche zu zeichnen. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch vorher auch noch Themen ausmachen, z.B. „aus dem Tierreich“ (einem Elefanten ins Nasenloch geschaut, Hundeohren aus dem Blickwinkel eines Flohs,...) oder „Auf Urlaub“ (Drei Tourist/innen mit Baseballkappen schlürfen mit Strohhalmen aus einem Cocktailglas, zwei leere Badetücher an einem Sandstrand). Wenn alle ihre Ideen aufgezeichnet haben, geht es ans Raten.

Sprichwörtlich wörtlich genommen

„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“ – Hä? Bitte, was soll das denn heißen? Einige Sprichwörter sind uns geläufiger, andere weniger. Der Hintergedanke einiger Sprichwörter ist manchmal schnell zu erkennen, manchmal aber auch nicht.
Du könntest mit deinen Kindern einmal ausprobieren, diesen Sprichwörtern auf den Grund zu gehen. Wieso klingen manche Sprichwörter so seltsam wie „In der Not frisst der Teufel Fliegen.“ oder „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“ und wieso kommt es dadurch oft zu skurrilen Vorstellungen? 
Für Kids wäre es sicher interessant Sprichwörter einmal wortwörtlich zu nehmen.
Ihr könnt sie z.B. darstellen oder auch Fotos dazu machen. Ihr könnt auch der Frage auf den Grund gehen, woher diese Sprichwörter denn kommen und warum, bzw. wie oft sie von Menschen gebraucht werden. Spannend wäre es auch, eigene Erklärungen für Sprichwörter zu finden, die den Kids nicht so geläufig sind und erst im Nachhinein erklärt wird, was denn der eigentliche Sinn des Sprichwortes ist. 
Sprichwörter und Erklärungen findest du u.A. im Duden „Redewendungen“ sowie im Internet.

Schatten

Gerade im Winter, wenn die Sonne tief steht und es früher dunkel wird, gibt es viele Schatten zu entdecken. Warum sich nicht in der Gruppenstunde mit dem Thema Schatten genauer auseinandersetzen?
Eine Möglichkeit wäre, den Schatten nachzuspüren. Du bereitest einfach Gegenstände vor, wie z.B. eine Flasche, ein Buch, einen Schuh oder was dir sonst noch einfällt und platzierst sie unter einer Decke. Dann kann jeweils ein Kind einen Gegenstand herausnehmen und, indem es diesen vor eine Lampe hält, dessen Schatten erzeugen. Die anderen können nun versuchen anhand des Schattens zu erraten, welcher Gegenstand gerade vor die Lampe gehalten wird.
Auch könnt ihr der Frage auf den Grund gehen, wie sich Schatten von Dingen verändern, wenn man die Gegenstände bzw. die Lichtquelle verschiebt bzw. verändert.
Eine weitere Idee wäre es, ein Schattentheater zu veranstalten. Dafür könnt ihr eine Lampe, einen Diaprojektor oder Overheadprojektor verwenden. Je nachdem, wie ihr das Theater veranstalten wollt, könnt ihr Puppen oder eure Hände, mit denen ihr Theater spielt, einfach direkt vor die Lichtquelle bzw. über die Glasfläche halten oder aber ihr hängt ein weißes Leintuch auf, auf dem ihr die Schatten sehen könnt.
Fürs Darstellen kannst du nun Szenen auf Kärtchen vorbereiten, die in der Stunde gezogen und dann dargestellt werden. Oder ihr stellt gemeinsam eine kleine Geschichte dar, wie z.B. eine Urlaubsreise oder einen Tagesablauf. Dafür erzählst du den Ablauf in Szenen, die Kids stellen sich in einer Reihe auf und gehen hinter dem Leintuch vorbei. Wer gerade hinter diesem steht, spielt bei der gerade genannten Szene, wie z.B. „Zähne putzen in der Früh“, mit.

Archäologische Erkundungstour

Ihr befindet euch im Jahr 3002 n.Chr. Die Menschen besitzen zu dieser Zeit keine Information über die Kultur vor dem Jahr 2100. Nun ist eine Sensation passiert: Eine komplett erhaltene Stadt wurde gefunden! Gemeinsam macht ihr euch auf den Weg und versucht herauszufinden, wofür die verschiedenen Dinge in der Landschaft gut gewesen sein könnten und was die Leute im Jahr 2002 so alles gemacht haben könnten. Auf die Frage „Wofür könnten sie das wohl gebraucht haben?!“ sind skurrile Mutmaßungen durchaus erwünscht. Außerdem könnt ihr den Umgang der Menschen miteinander unter die Lupe nehmen und dabei auf durchaus sozialkritische Beobachtungen kommen. Bei einer großen Gruppe könnt ihr euch auch aufteilen und im Anschluss daran eure unterschiedlichen Erkenntnisse  austauschen.

Sind Sie gutgläubig?

Psycho-Tests in Zeitschriften erfreuen sich großer Beliebtheit: Jede/r weiß, dass das Ergebnis nicht wirklich ernst zu nehmen ist, und trotzdem macht es Spaß, mittels Psycho-Tests „herauszufinden, wie man ist“. Das System der meisten Psycho-Tests ist recht einfach zu durchschauen: Es gibt im Endeffekt drei Typen, die beschrieben werden, zwei davon sind extrem, und der mittlere ist gemäßigt. Also könnte bei der Frage „Sind Sie gutgläubig?“ herauskommen, dass Typ A von Misstrauen zerfressen, Typ C naiv und Typ B irgendetwas dazwischen ist.
In der Gruppenstunde könntet ihr einen Psycho-Test aus einer Zeitschrift auswählen und ihn von hinten anfangen, nämlich zuerst die Typenbeschreibungen lesen. Danach liest du die Situationen (ohne Antwortmöglichkeiten) vor, und die Kids versuchen, für jeden Typen eine passende Antwort zu finden. Also überlegt ihr z.B., wie ein extrem misstrauischer Charakter reagieren könnte, wenn ihn/sie auf der Straße ein/e attraktive/r Mann/Frau einfach so anlächelt. Im Anschluss vergleicht ihr, was sich die Autor/innen des Psychotests für diese Situationen überlegt haben und besprecht, ob dies passend oder wenig überzeugend ist.

Paris und Mailand waren gestern!

Dünnes, großes Papier eignet sich hervorragend für eigene Modekreationen. Durch Falten, Reißen, Knüllen, Verstärken mit Karton, Kleben, Bemalen usw. entstehen Hüte und Kleider nach Wunsch. Nach der Modeschau, bei der alle Kreationen gebührend bewundert werden, wird die Kleidung entweder vorsichtig ausgezogen und mit nach Hause genommen oder auch bei wilder Musik zerfetzt und anschließend recycelt.
Tipp: Größere Mengen Makulaturpapier (Zeitungspapier auf großen Rollen, z.B. für eine Lageraktion) bekommt man günstig bei Druckereien. Für eine kürzere Action in der Gruppenstunde könnt ihr auch (evtl. gebrauchtes) Packpapier bzw. Zeitungspapier verwenden.

Mischen erlaubt

Wie schmeckt ein Glas Apfel-Orangensaft mit einem Schuss Schlagobers? Oder schwarzer Tee mit Cola und Birnensaft? Versucht, Mischungen herzustellen, die euch gut schmecken. Ein besonderes Flair bekommt diese Aktion, wenn man ganz kleine Mengen mischt, indem man Pipetten und Stamperlgläser verwendet. Das hat auch den brauchbaren Nebeneffekt, dass ihr für den Fall, dass ein Gemisch doch nicht so gelungen ist, nicht so viel wegschütten müsst!
Dazu braucht ihr neben den Utensilien zum Mischen natürlich viele verschiedene trinkbare Flüssigkeiten, wie Säfte, vielleicht eine Zitrone, Schlagobers oder Milch, verschiedene Tees.

Expedition Jungschar

Eines der ersten warmen Wochenende im Frühsommer oder zwei Tage am Lager nur für die "Großen" – ab zur Abenteuer-Expedition! Ausgerüstet mit Karte und Kompass, Proviant, Schlafsack und ev. Zelt geht es los zu einem zweitägigen Abenteuer abseits der Straßen und Ortschaften. Vielleicht habt ihr euch vorher gemeinsam eine besonders schöne Strecke ausgesucht, oder du überrascht die Gruppe und es geht ins Ungewisse – jedenfalls solltest du vorher wissen, wo ihr schlafen wollt. Es wird sich sicher ein/eine Bauer/Bäuerin finden, der/die euch im Heu oder auf der Wiese übernachten lässt. Außerdem macht es das Wandern weniger anstrengend, wenn euch ein netter "Geist" das Gepäck, das ihr untertags nicht braucht, mit dem Auto befördert!

Fackeln & Schnee

Deine Kids mögen Aktionen am Abend oder in der Nacht? Dann macht doch eine Abend- oder Nachtwanderung  mit Fackeln (vielleicht sogar im Schnee). Wenn ihr die Aktion am Wochenende stattfinden lasst und ihr genügend Platz für einige Schlafsäcke und Matratzen habt, dann könnt ihr nachher auch im Pfarrheim übernachten.

Auf die Rollen, fertig, los

Was ist die beliebteste Fortbewegungsart deiner Kids: auf Inlineskates, Skateboard, Fahrrad oder..? Wie wäre es, einen solchen Ausflug mit einer Wallfahrt zu verbinden? Je nach Anforderungen an die Strecke (wenig Verkehr, z.B. für Inlineskates asphaltierte Wege,…) kann die Wahl des Zieles unterschiedlich sein – es eignet sich sowohl eine Kirche, als auch eine kleine Kapelle, ein Marterl, ein Gedenkort,… Fein ist es, wenn ihr für die Wallfahrt ein Thema wählt, das die Kids gerade beschäftigt. Zu diesem Thema können für bestimmte Wegstrecken Fragen zum Nachdenken oder Austauschen gestellt werden, bei Pausen kann es Gebete, ein Lied usw. geben und zum Abschluss am Zielort eignet sich ein kurzer Wortgottesdienst.
Übrigens: Im neuen Behelf „Gott geht mit“ (siehe S. XX) findest du ein fertig ausgearbeitetes Modell für eine Wallfahrt!

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