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Alles hat zwei Seiten

Mit einer Kamera ausgerüstet zieht ihr durch euren Pfarrhof, den Bezirk oder die Gemeinde. Zielobjekt kann alles sein, das ihr von zwei oder mehr Seiten fotografieren könnt. Also sei es von oben und unten oder von vorne und hinten… So können die Kids z.B. ein Objekt von seiner „normalen“ Seite, die man alltäglich zu sehen bekommt, fotografieren und zusätzlich aus einer Perspektive, die eher ungewöhnlich oder vielleicht sogar frappierend ist.
Wenn ihr viel Zeit habt oder diese Aktion über mehrere Gruppenstunden ziehen wollt, könnt ihr auch den Zeitfaktor mit einbeziehen: z. B. einen Platz fotografieren der untertags menschenüberfüllt ist und später fast ausgestorben wirkt.
Den Begriff „zwei Seiten“ könnt ihr beim Fotografieren auch im übertragenen Sinn sehen: Gibt es z.B. Häuser, die von außen sehr hässlich aussehen, aber einen wunderschönen Innenhof haben; eine wunderschöne Parkanlage, in der aber das Schild „Spielen verboten“ prangt…

Bis zur nächsten Gruppenstunde lässt du diese – kontroversiellen - Bilder ausarbeiten bzw. druckst sie, wenn ihr sie digital fotografiert habt, aus. In einer der nächsten Stunden könnt ihr nun eine Ausstellung machen, in der ihr die „zwei-seitigen“ Bilder präsentiert. Besonders spannend ist es, wenn ihr Installationen oder Objekte gestaltet, die man tatsächlich von zwei Seiten begehen oder ansehen kann.

Lomographie

Die LOMO ist ein Fotoapparat, der im Russland der Sechziger Jahre produziert wurde und aufgrund seiner mäßigen Bildqualität oft nur verwackelte oder unscharfe Bilder hervorbrachte. Daraus hat sich die Stilrichtung der „Lomographie“ entwickelt – ein „Schnappschuss-Stil“, bei dem Bilder bewusst verwackelt, unscharf, aus unmöglichen Positionen oder zur Hälfte abgeschnitten aufgenommen werden.
Praktisch ist, dass sich dieses Verfahren auch hervorragend für eine Gruppenstunde oder Rausgehaktion eignet, indem ihr bei einer Fototour einmal absichtlich versucht, möglichst schräge Bilder zu produzieren. Es muss ja nicht die originale LOMO sein, die ihr dazu verwendet - Einweg-Kameras erfüllen genauso ihren Zweck und sind überall zu bekommen.
Vielleicht werden es sogar so viele Fotos, dass ihr eine eigene Ausstellung im Pfarrheim damit füllen könnt!

„Schräge“ Gruppenfotos

Gruppenfotos bieten eine gute Möglichkeit, dich an deine Kids, die Zeit in der Gruppe oder an die verschiedenen Veranstaltungen zu erinnern.
Wenn Gruppenfotos gemacht werden, dann ist es meistens so, dass sich die Kinder nebeneinander stellen und lieb in die Kamera grinsen. So ein Foto ist schnell gemacht, aber es gibt auch die Möglichkeit Gruppenfotos einmal anders zu machen.
Für Kids kann es sicher sehr witzig sein, einmal nicht so auszuschauen, wie man immer ist, sondern für das Foto in eine andere Rolle zu schlüpfen. Mit Verkleidungen, Schminke und einigen Requisiten könnt ihr als völlig neue Gruppe auftreten. Da kann es zum Beispiel „Die liebe Familie“, „Außerirdische“, „Zombies“ oder „die Apostel“ geben, die für ein Gruppenfoto posieren.
Du als Gruppenleiter/in könntest diese Fotos für deine Kids sammeln und in ein Buch oder eine Mappe einkleben, damit ihr euch immer wieder daran erinnern könnt.

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