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Liturgische Feierformen

Die Ministrant/innen haben bei den liturgischen Feiern eine doppelte Aufgabe:

  • Sie assistieren bei den liturgischen Feiern (z.B. bei der Gabenbereitung oder beim Halten der liturgischen Bücher).

  • Sie vollziehen Dienste an den liturgischen Zeichen und heben damit ihre Bedeutung hervor (z.B. Tragen des Kreuzes, Tragen der Kerzen usw.).

Das Konzil betont ausdrücklich: »Auch die Ministranten ... vollziehen einen wahrhaft liturgischen Dienst« (Liturgiekonstitution Art. 29). Sie handeln weder stellvertretend für Kleriker noch an Stelle der Gemeinde. Ihnen kommen eigene Aufgaben zu, die sich aus dem äußeren Verlauf der liturgischen Feiern ergeben und auch nicht von anderen zusätzlich zu ihrem Dienst ausgeführt werden sollen.

Ministranten und Ministrantinnen sorgen durch ihre Dienste für einen geordneten und dynamischen Ablauf. Darüber hinaus unterstreichen sie durch ihr Handeln bestimmte Vorgänge und weisen auf Wesentliches hin. Die Ministrantinnen und Ministranten sind Mitfeiernde in der Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb ist es z.B. auch sinnvoll, dass sie an ihrem Platz ein Gotteslob haben, um sich am Gesang der Gemeinde beteiligen zu können, und dass sie an ihren Plätzen auch alles verstehen können.

Ministrantinnen und Ministranten assistieren den Priestern und Diakonen oder ggf. einem/einer zur Leitung von Gottesdiensten beauftragten Laien/Laiin. Ebenso übernehmen sie Aufgaben bei liturgischen Zeichenhandlungen. Diese Aufgaben können je nach der Art der liturgischen Feier unterschiedlich sein.

Für die Eucharistiefeier sind zu nennen:

  • die Begleitung bei der Einzugs- und Auszugsprozession (Vortragekreuz, Kerzen)

  • der Dienst am Weihrauch (bei der Eröffnung, beim Evangelium, bei der Gabenbereitung, bei der Wandlung)

  • das Halten des Messbuchs (beim Tages- und Schlussgebet, beim Segensgebet)

  • die Begleitung bei der Prozession zum Evangelium (Kerzen, Weihrauch)

  • die Bereitung des Altares (Messbuch, Kelch und anderes Altargerät)

  • die Assistenz bei der Händewaschung

  • der Dienst des Läutens bzw. des Gongschlagens

  • der Dienst bei der Reinigung der Gefäße.

Bei Wortgottesdiensten mit und ohne Kommunionspendung:

  • Begleitung bei der Einzugs- und Auszugsprozession,

  • Begleitung bei der Prozession zum Evangelium,

  • Begleitung mit Kerzen bei der Übertragung der eucharistischen Gaben vom Tabernakel zum Hauptaltar.

Die Aufgaben bei anderen Gottesdiensten:

  • Bei der Tauffeier: das Halten des Liturgiebuches bei der Handausstreckung und Handauflegung, das Halten des Liturgiebuches und der Ölgefäße bei den Salbungen mit Katechumenenöl und Chrisam, das Reichen des weißen Gewandes.

  • Bei der Feier der Trauung: das Tragen des Tellers mit den Ringen, das Halten des Aspergills, das Halten des Liturgiebuches beim Segen über das Brautpaar.

  • Beim Gottesdienst unter Leitung eines Bischofs: das Tragen von Stab und Mitra.

  • Beim sakramentalen Segen: der Dienst am Weihrauch, das Reichen des Velums, das Läuten und die Inzens beim Segen, das Abnehmen des Velums.

  • Bei der Begräbnisfeier: das Tragen des Kreuzes und des Weihwassergefäßes, der Dienst am Weihrauch, das Halten des Rituales bei den Zeichenhandlungen.

 

 

Zwei Ministranten tragen Kelch und Hostienschale