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Liturgie

Beten, Singen und Feiern

Ministrant/innen sind erwartungsgemäß öfter und intensiver mit religiösen Feiern konfrontiert als andere Mädchen und Burschen. Diese Liturgien werden in der Mehrzahl der Fälle von Erwachsenen gestaltet, richten sich zumeist an erwachsene Mitfeiernde und sind damit auf ein erwachsenes religiöses Denken und Verstehen ausgerichtet.

Wenn nun Ministrant/innen im Kindesalter an diesen Feiern mitwirken, dann muss man in Betracht ziehen, dass das religiöse Denken und Verstehen der Kinder sich von jenem der Erwachsenen unterscheidet. Das hat ganz allgemein mit einer altersentsprechenden Entwicklung des Menschen und der damit verbundenen Entfaltung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu tun. Die Rituale, Symbole und (Formen)Sprache unserer Liturgien sind von erwachsenem Denken, Fühlen und Verhalten bestimmt. Kinder – auch wenn sie als MinistrantInnen gezielt in dieses Erwachsenenritual eingeführt werden – werden immer wieder damit konfrontiert sein, dass sie etwas von dem, was „die Großen“ da reden oder tun, nicht verstehen oder auch nicht nachvollziehen können. Das gilt es in der Alltagsarbeit gerade mit den Ministrant/innen im Kindesalter zu berücksichtigen.

Liturgische Kommissionen tragen dieser Erkenntnis insofern Rechnung, als ein eigenes „Direktorium für Kinderliturgie“ verfasst wurde, das für die Gestaltung von Gottesdiensten mit Heranwachsenden eine Reihe von Änderungen im liturgischen Ablauf nicht nur zulässt, sondern fordert.

 

 

 

Portrait einer jungen Ministrantin