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Forderungen an Kirche und Gesellschaft

Die Kirche, als eine von uns allen getragene und gestaltbare Institution, hat die Pflicht zur absoluten Transparenz in ihren Entscheidungen und gesetzten Handlungen. Jegliche Form von Gewalt muss nicht nur abgelehnt, sondern der Gefahr auch bewusst entgegen getreten werden.
Das bedeutet, dass die ständige Auseinandersetzung mit dem Thema durch Aufklärung, Sensibilisierungsmaßnahmen, Supervision und hohe Ansprüche an die zwischenmenschliche Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich sein müssen.

Der Umgang mit den Opfern wird durch diese bestimmt, das heißt, niemand darf sich anmaßen, über den Schweregrad oder die Form der Äußerung zu richten, die lauteste Stimme muss die der Opfer sein. Die Achtung der Menschenwürde und Transparenz in Arbeitszusammenhängen verbieten jede Form von Verschleierungs- oder Vertuschungstaktik, jeder Übergriff muss der rechtsstaatlichen Verfolgung überlassen werden.

Die Gesellschaft bzw. die Politik hat dafür zu sorgen, dass ausreichend gut ausgestattete und unabhängige Beratungs- und Opferhilfeeinrichtungen in ganz Österreich tätig sein können. Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung müssen genauso verstärkt werden, wie der Ausbau von kostenlosen Therapiemöglichkeiten für Opfer von Gewalt. Besonders für Kinder und Jugendliche muss ein kostenloser eigener Beistand vor Gericht und die psychische Betreuung vor Ort möglich gemacht werden.

In jeder Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche betreut werden, soll es unabhängige Ansprechpersonen geben, die mit Rat und Tat in jeder schwierigen Situation der/dem Hilfesuchenden zur Seite steht.

Gewalt geht nicht nur die Betroffenen, sondern alle etwas an. Hinschauen und den Mund aufmachen sind die ersten Schritte zu einem geglückten Miteinander für alle Mitglieder unserer Gesellschaft.