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Gottesdienstelemente

Material:

Symbole/Gegenstände, die bei der Prozession mitgenommen werden können.

Hintergrund:

  • Gottesdienst-Raum bewusst begehen
  • Verbindung herstellen zum Feiern des Gottesdienstes selber
  • Kinder haben/brauchen Platz im Gottesdienst

Vorbereitung:

  • verschiedene schöne, aussagekräftige Plätze in der Kirche aussuchen: Altar, besonderes Glasfenster, Osterkerze, Taufbecken, Ambo, Apostelkreuze, Kreuzwegstation,....
  • Sich überlegen, was diese Plätze sagen, was sie bedeuten und das durch einen Gegenstand veranschaulichen.
    Beispiele: Beim Taufbecken steht ein Krug mit Wasser oder ein Weihwasserkessel; Osterkerze brennt, daneben eine/einige kleine Kerzen; am Ambo liegt das Lektionar (Evangelien- und Lesungsbuch), ....

Liedvorschläge

Gott baut ein Haus aus lauter bunten Steinen
Geh mit uns auf unserm Weg
Gebt den Kindern Ihren Platz
Stein auf Stein
Wenn einer alleine träumt
Viele kleine Leute

Vorschläge für eine Lesung aus dem AT

Ex 3, 6- 8a : Jahwe führt die HebräerInnen in ein Land, wo Milch und Honig fließen
Jes 49, 14-16: Das Volk Gottes hat einen Platz bei Gott

Vorschläge für das Evangelium

Mk 10, 35-45: "Vom Herrschen und vom Dienen"
Mk 10, 13-16: "Jesus segnet die Kinder"

Gebete

Tagesgebet:

Guter Gott,
in der Jungschar sind wir in Gruppen zusammen,
wir spielen, reden, beten und freuen uns, wenn wir beisammen sind.
Das alles passiert im Kleinen, ziemlich unscheinbar.
Heute beim Gottesdienst wollen wir uns zeigen;
Wir wollen Platz einnehmen.
Wir wollen hören aufeinander,
und entdecken, was der Kirchenraum uns zu sagen hat.
Wir wollen unsere Augen, Ohren und unser Herz öffnen
Für diesen Gottesdienst und für die Worte aus der Bibel.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, der die Kinder liebt.

Gabengebet:
Gott,
wie ein Vater und wie eine Mutter sorgst du für uns.
Du nimmst uns an, wie wir sind.
Wie danken dir für alle guten Gaben, die von dir kommen.
So wie Brot und Wein verwandle auch uns
Und stärke uns für ein Leben in der Gemeinschaft.
Darum bitten wir dich durch Jesus,
der das Leben mit uns teilt.

Idee für die Einleitung zum Friedensgruß:

Zwei Kinder treten - wenn möglich - an zwei Mikrofone, die in einigem Abstand voneinander aufgestellt sind.

Sprecherin: Viele Leute sagen, sie möchten in Ruhe und Frieden leben.
Sprecher: Hoffentlich meinen sie nicht eine Friedhofsruhe, denn das wäre dann ein fauler Frieden.
Sprecherin: Wenn wir in Frieden miteinander leben, dann heißt das nicht, dass uns die anderen egal sind.
Sprecher: Wir wollen einen Frieden, der froh und lebendig ist.
Sprecherin: Wir wollen einen Frieden, wie Jesus ihn uns schenken möchte.
Sprecher: Wir wollen Frieden miteinander machen.
Beide: Der Friede sei mit dir.
(Sie gehen aufeinander zu und reichen sich die Hände.)

Schlussgebet:

Guter Gott,
wir haben diesen Gottesdienst gemeinsam gefeiert
und deine frohe Botschaft gehört.
Du bist ein Gott des Lebens.
Du willst uns helfen glücklich zu leben.
Wenn wir beisammen sind, spüren wir,
dass du da bist und den Weg mit uns gehst.
Dafür danken wir dir durch Jesus,
unseren Freund und Bruder.

Element zum Anfang und als Wortgottesdienst

1. Gemeinsam gesungenes Lied zum Anfangen

2. Einleitung zum Jahresthema "Platz da!"

3. Die Kinder und die Erwachsenen werden ersucht, sich einen Platz in der Kirche zu suchen

, den sie gern mögen (evtl. Polster zur Verfügung stellen, damit sie sich hinsetzen können.)
Mit einem Funkmikro hingehen zu den einzelnen Orten und die Kinder (und auch Erwachsene, aber zuerst die Kinder) fragen, warum sie sich diesen Platz ausgesucht haben? (Wenn kein Mikro zur Verfügung steht, ein oder zwei Kinder pro Platz bitten, dass sie nach vorne kommen zum Mikro und erzählen.)

4. Das Erleben des Kirchenraums soll in Form einer Art Prozession durch die Kirche stattfinden.

Es werden sicher einige Kinder in der Mitte beim Altar Platz genommen haben. Mit ihnen und von dort aus beginnt die Prozession, bei der der Reihe nach alle Kinder abgeholt werden:
Lied: Geh mit uns auf unserm Weg - Natürlich werden nicht alle MessbesucherInnen der Aufforderung, sich einen Platz/Gegenstand zu suchen, folgen. Alle, die sitzen bleiben, sollen besonders aufgefordert werden, beim Lied (währen die anderen zur nächsten Station weitergehen) mitzusingen.

5. Ablauf bei den einzelnen Stationen:

Bei der Vorbereitung werden 4 oder 5 Stationen ausgesucht, bei denen die Gruppe bei der Prozession stehen bleibt. (Jene Leute, die sich einen Platz/Gegensand ausgesucht haben, der am Prozessionsweg liegt, werden abgeholt und zum Mitgehen aufgefordert.) Da es in jedem Gottesdienstraum andere schöne und beeindruckende Plätze und Gegenstände gibt, sollte auch schon vorab jeweils ein Text zu diesem Platz oder Gegenstand gesucht werden. Diese Texte können von Minis (Vorbereitung möglich) oder auch von anderen Kindern gelesen werden.

Warten bis alle angekommen sind.
Text zum Platz/Ort: Von einem Kind gelesen.
oder
Text zum Zeichen/Gegenstand: Von einem Kind gelesen.
Zum Beispiel:
Wenn die Osterkerze sprechen könnte....

"Ihr erkennt mich leicht als Kerze.
An verschiedenen Festtagen stehen Kerzen auf euren Tischen.
Zum Beispiel an eurem Geburtstag.
Da stehen dann 8 oder 9 auf eurer Torte, je nachdem wie alt ihr seid;
Jede Kerze steht da für ein Lebensjahr.
Bei manchen steht vielleicht auch die Taufkerze auf dem Tisch beim Geburtstag.
Sie erinnert euch daran, dass ihr als Babys getauft worden seid. Und seitdem zur Gemeinschaft der Kirche dazugehört.
Und nun zu mir:
Also, eine Geburtstagskerze bin ich nicht. Am ehesten könntet ihr mich mit einer Taufkerze vergleichen. Denn bei der Taufe ist eure Taufkerze an mir entzündet worden.
Ich bin ein Zeichen dafür, das Jesus Christus unter uns ist, wenn wir uns versammeln. Meinen Ursprung habe ich in der Osternacht. Weil Jesus auferstanden ist, kann er bei uns sein; wir sagen dann: Er ist das Licht für die ganze Welt."

Wenn das Weihwasserbecken sprechen könnte....

"In mich wird das Wasser gefüllt, das in der Osternacht gesegnet wird bei der Taufwassersegnung. Wenn ihr in die Kirche kommt, dann könnt ihr sehen, dass Menschen die Fingerspitzen in das Weihwasserbecken tauchen und dann das Kreuzzeichen machen. Das erinnert an die eigene Taufe. Ihr habt das sicher selber auch schon getan.
Wenn ihr nach dem Gottesdienst rausgeht aus der Kirche, dann macht ihr dasselbe: Ihr taucht die Fingerspitzen in das Weihwasser und macht das Kreuzzeichen: Ihr erinnert euch daran, dass Gott nicht nur im Kirchenraum bei uns ist, sondern auch zu Hause, in der Schule und auf dem Spielplatz.
Vielleicht habt ihr zu Hause auch ein kleines Weihwasserbecken. Wenn ihr aus dem Haus geht, dann können eure Eltern oder Großeltern euch eine Kreuzzeichen auf die Stirn machen und euch segnen: Gott soll mit euch auf euren Wegen gehen."

Wenn der Ambo sprechen könnte....

" Ich bin der Ambo. Wir ihr sehen könnt, ein Pult, das für alle gut sichtbar ist. Und das ist auch wichtig, denn von diesem Platz aus werden von den Lektoren und Lektorinnen die Lesungen und die Fürbitten, vom Priester das Evangelium gelesen. Auch gepredigt wird von diesem besonderen Lesepult aus. Für den Wortgottesdienst bin ich der wichtigste Platz: Die frohe Botschaft der Bibel und alles, was Kinder und Erwachsene bewegt, wird hier ausgesprochen.

Wenn der Altar sprechen könnte...

"Ich bin der Altar.
Ich stehe entweder an einer höheren Stelle im Kirchenraum oder in der Mitte: Jedenfalls sehen mich alle. Ich nehme einen besonderen Platz ein. Wenn ich fehle, dann würde in der Kirche etwas ganz Wichtiges fehlen: Es könnte keine Eucharistie gefeiert werden. Ich bin der Tisch, an dem alle Leute, die in den Gottesdienst kommen, zusammenkommen. Auf mir stehen Brot und Wein, ich bin der Platz, an dem ihr Gott dankt dafür, dass es Jesus gibt, und dass ihr euch zum Gottesdienst versammelt."

(bearbeitet nach: Sinnsteine, Lasst die Steine den Glauben verkünden! Bischöfl. Ordinariat Mainz 2000)

Zeichen/Gegenstand wird von Minis/oder anderen Kindern mit auf den Weg genommen.
Dann wieder Lied: Geh mit uns auf unserm Weg bis zur nächsten Station

Vorletzte Station: Ambo: alle Kinder stellen sich rund um den Ambo auf, setzen sich auf die Pölster.

Evangelium wird gelesen: Kinder in der Mitte (Mk 10, 13-16)
Kurze Auslegung: Verbindung herstellen zwischen: sich einen Platz suchen, Platz haben, in Anlehnung an den Text "Das Land im Süden" (Lebenslauf der KJS)

Das Land im Süden

Es gibt ein Land im Süden,
das ist das Land der Kinder.
Es heißt:
Wenn du einen Vertrag schließt,
geh, spiel zuerst mit den Kindern.
Wenn du Kummer hast,
geh, spiel mit den Kindern.
Und wenn du einwilligst zur Hoch-
zeit,
geh, spiel mit den Kindern.
Bevor du zum Sterben kommst,
geh, spiel mit den Kindern.

Die Kinder haben in diesem Land
nicht mehr Recht als Erwachsene
mit einer Ausnahme:
Wenn ein Kind um Zeit bittet,
dann muss der Erwachsene diese
Zeit schenken.

Es heißt:
Wenn du ein Kind schlägst,
dann zieh aus dem Land,
in die Verbannung der
Städte.

Und das Wort von den Kindern
und dem Himmelreich hat hier einen konkreten Weg gefunden.
Es ist möglich,

alles Denken, alles Handeln und
alles Lieben mit den Kindern
irgendwie zusammen
vorzunehmen.

Es gibt nichts, was die Kinder
nichts angeht.
Wenn Erwachsene in den Gottes-
dienst gehen, stecken sie die
Kinder nicht in den Hütedienst.

Denn Gott ist dort, wo die Kinder
bei uns sind,
wo sie fragen, wo sie zappeln und
spielen, wo sie herumklettern
und auch singen, wenn die Orgel
nicht spielt.

Wenn alles Handeln, Denken und
Lieben mit unseren
Kindern zu tun hat,
so hat es auch mit unserem
Glauben zu tun,
mit dem Programm jenes Mannes,
der "gesandt" ist
zu predigen den Gefangenen, dass
sie los sein sollen,
und den Blinden, dass sie sehend
werden,
und den Zerschlagenen, dass sie
frei und ledig sein sollen,
also all das, was mit dem Wort
"Gottesreich" gemeint ist.
Aus: Lebenslauf der Katholischen Jungschar

Lied:

Fürbitten zum aussuchen und ergänzen

1. (von einem/einer GL gelesen):
Wir erleben oft, dass Kinder in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Mit der Jahresaktion wollen wir darauf hinweisen.
Guter Gott, gib uns den Mut und die Ausdauer, die Kinder auch in unserer Kirche in die Mitte zu stellen.

2. (von einem Erwachsenen gelesen):
Der internationale Tag der Kinderrechte und die Aktion der Katholischen Jungschar erinnern uns jedes Jahr an die Menschenrechte der Kinder.
Guter Gott, gib uns ein waches Auge für die Anliegen, Probleme und Wünsche unserer Kinder.

3. (von einem Kind gelesen):
"Platz da!" schreien wir heute lautstark - und wir sagen damit, dass wir uns heute den Platz einfach nehmen, den wir sooft nicht bekommen.
Guter Gott, lass die Erwachsenen und Verantwortlichen nie auf die Bedürfnisse von uns Kindern vergessen.

4. (von einem/einer GL gelesen):
Im Jungscharlied singen wir: "Es ist schön solche Freunde zu haben, es ist schön nicht allein zu sein."
Guter Gott, schenke uns in den Heimstunden die Gelegenheit, Freundschaften und Gemeinschaft zu erleben und zu fördern.

5. (vom Priester gelesen):
Guter Gott, wir bitten dich für die Kinder, dass sie eine Zukunft haben, dass sie sich umgeben wissen von dir und dass sie Räume finden, ihre guten Träume zu verwirklichen.

Zug setzt sich wieder in Bewegung: zum Altar, die Kinder stellen sich rund um den Altar auf.
Alle Zeichen/Gegenstände werden am/rund um den Altar abgelegt.

Gabenprozession

Gabengebet

Präfation (Hochgebet für Kinder Nr. 3)

Heiliglied

Vater Unser:

Auch die Erwachsenen werden eingeladen, zum Altar nach vorne zu den Kindern zu kommen.

Kommunion

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