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Termin und Quartiersuche

Für die Suche nach Lagerquartieren haben wir eine eigene Homepage geschaffen: Unter www.lagerquartier.at kannst du unter mehr als 300 Quartieren ein passendes für deine Gruppe suchen.

Das Lagerquartier sollte natürlich bei Beginn der Lagervorbereitung schon feststehen. Um das zu garantieren, ist es sinnvoll, spätestens ein Jahr vorher mit der Suche zu beginnen, damit genügend Quartiere noch nicht vergeben sind und der Termin rechtzeitig feststeht. Dann kann man zum Beispiel für das nächste Sommerlager den Termin und Ort schon am Lagerabend im Oktober bekannt geben. So erfährt ein großer Teil der Eltern schon rechtzeitig, wann das nächste Lager stattfinden wird und die Eltern können ihre Urlaubsplanung darauf abstimmen.

Ideal ist natürlich, wenn das Lager jedes Jahr zur gleichen Zeit stattfindet (z.B. in den ersten beiden Ferienwochen.) Denn auch wenn man Eltern Termine rechtzeitig sagt, heißt das noch lange nicht, daß sie sich den Termin auch merken. Ein fixer Termin über Jahre hinweg prägt sich wesentlich leichter ein.

Ist ein Quartier gefunden, so ist es wichtig, einen schriftlichen Vertrag zu schließen, in dem alle Details geklärt sind. Zumindest sollten die Punkte aus der Checkliste angeführt sein. Bevor dieser Vertrag unterschrieben wird, sollte zumindest eine Gruppenleiterin das Quartier persönlich angeschaut haben. Außerdem können dann auch Photos bzw. Videoaufnahmen vom Quartier gemacht werden, die man an einem Informationsabend herzeigen oder für die Ausschreibung verwenden kann.

Die Vermieterin kann man bei der Gelegenheit auch nach den Nachbarn fragen, sich erkundigen, wo man am besten Milch, Fleisch, etc. bezieht (und sich dort auch gleich vorstellen und für den Lagertermin ankündigen), welcher Wald welchem Bauern gehört, was man im Haus umstellen darf, ob und wo es einen Lagerfeuerplatz gibt ...

Ein wesentliches Kriterium für die Wahl eines Quartiers ist die Raumaufteilung.

Die Zimmergröße (Zweibettzimmer oder Massenschlafsaal) beeinflußt ein Lager stark, ideal sind Zimmergrößen zwischen vier und acht Betten. Bei größeren Zimmern wird das Klima leichter lauter und gereizter.

Aber auch die Lage der Zimmer zueinander ist entscheidend, d.h. ob alle Schlafzimmer vom Gang aus erreichbar sind, oder nur durch ein anderes Schlafzimmer betreten werden können. Gibt es solche Zimmer, so muß man sich vorher genau überlegen, wem man diese Zimmer dann gibt.

Aber auch die Lage der anderen Zimmer ist interessant: Wo kann ich Material und Essensvorräte am sinnvollsten lagern, wo wäre die Kuschelecke fein, ...?

Dies alles sollte in einem Lageplan vom Haus festgehalten werden.

Nicht zuletzt erleichtert dies die Zimmeraufteilung. Wenn sich die Kinder zum Beispiel während der Fahrt zum Lagerquartier in Gruppen für ihre Zimmer zusammentun, so kann man dann der Sechsergruppe mit den Vierzehnjährigen das Sechsbettzimmer im Dachgeschoß geben (wo sie ruhig am Abend ein bißchen lauter sein können.) und der jüngeren Sechsergruppe dafür im ersten Stock ein Zimmer geben.

Für die Gruppenleiterinnen sollte es einen eigenen Schlafraum geben; denn so wie die Kinder ein Recht darauf haben, während der Nacht unter sich zu sein, so sollten auch die Gruppenleiterinnen dieses Recht haben. Weiters sollte es einen Raum geben, in dem Gruppenleiterinnen unter sich sein können.

Gibt es im Haus ein Durchgangszimmer - also einen Schlafraum, durch den man durch muß, um zu einem weiteren zu gelangen - so könnten bei einem großen Lagerteam ein Durchgangszimmer und der dahinter liegende Raum als Schlafplatz für die Gruppenleiterinnen dienen, bei einem kleinen Team könnte der Durchgangsraum der Materialraum sein, der hintere der Schlafraum.

Weiters ist es fein, wenn nicht nur eine Person das Quartier gesehen hat, sondern zumindest auch ein Teil der Gruppenleiterinnen vor dem Lager Gelegenheit hat, das Quartier und seine Umgebung kennenzulernen, um Programmpunkte darauf abstimmen zu können. Das kann während eines Ausfluges geschehen, oder auch während eines Vorbereitungswochenendes fürs Lager.

Unmittelbar vor der Übernahme des Quartiers sollte eine Gruppenleiterin mit der Vermieterin eine Mängelfeststellung machen, d.h. festhalten, welche Fensterscheiben schon vor dem Lager kaputt waren, ... Außerdem sollte mit der Vermieterin das Kücheninventar gezählt (wieviele Messer, ...) bzw. die Inventarliste der Vermieterin kontrolliert werden. Das alles kann Überraschungen bei der Abrechnung vermeiden helfen.

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