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Wenn es dunkel wird am Lager…

Aktionen in der Nacht

Nacht ist für Kinder an und für sich schon etwas sehr Spannendes: Unser Sehsinn ist reduziert, die anderen Sinne bekommen viel größere Bedeutung als unter Tags und in der Dunkelheit können wir Dinge entdecken, die wir sonst nicht sehen oder hören. Spiele in der Nacht brauchen also keine speziell „aufregenden“ Gestaltungsideen, im Gegenteil muss hier besonders umsichtig geplant werden, um keine für Kinder Angst machenden Situationen entstehen zu lassen.

Dunkelheit und Angst

Um für Kinder das Erleben von Dunkelheit und Nacht positiv zu gestalten, ist es – wie auch bei allen anderen Aktionen - wichtig, Angst machende Situationen zu vermeiden.
Angst ist, wie jedes andere Gefühl, etwas sehr persönliches und kann nicht verallgemeinert werden – wir können nie genau wissen, was bei anderen Menschen Angst auslöst - bei manchen kann es ein leises Geräusch in der Nähe sein, bei anderen ein Film mit brutalen Szenen. Menschen reagieren auch unterschiedlich auf Situationen - gerade auch in Situationen, in denen sie möglicherweise Angst haben: Die einen lachen, die anderen laufen weg, wieder andere stehen starr da, usw. Und es ist keineswegs leicht zu sagen, dass man Angst hat.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, bei Spielen, die in der Nacht stattfinden, besonders vorsichtig zu sein, um Kinder keinen unangenehmen Situationen auszusetzen, sondern ihnen zu ermöglichen, Nacht und Dunkelheit als etwas Positives zu erleben.

Hinweise, was bei Spielen (in der Nacht) zu beachten ist

Einige Dinge, die bei der Durchführung bei Spielen in der Nacht besonders zu beachten sind:

  • Das Gelände, in dem das Spiel stattfindet, soll den Kindern bereits bekannt sein.
  • Aufgaben und Stationen sollen spannend sein, ohne Angst zu erzeugen. Die Kinder sollen Abend/Nacht und Dämmerung/Dunkelheit als positiv erleben können.
  • Kinder müssen nie alleine gehen, sondern immer in der Gruppe. Gerade für Jüngere ist es besonders wichtig, von einem/r Gruppenleiter/in begleitet zu werden. Wenn eine (ältere) Gruppe ohne Begleitperson unterwegs ist, ist es wichtig, dass die Kinder wissen, wo ein/e Gruppenleiter/in zu finden ist (eine betreute Anlaufstelle mit Licht).
  • Die Kinder dürfen eine Taschenlampe mitnehmen und immer verwenden, wenn sie sie brauchen.
  • Kinder werden nie erschreckt!
  • Ganz wichtig ist, dass den Kindern die Grenze zwischen Realität und Spielgeschichte immer klar ist. Das Spiel endet immer mit einem Happy End und unklare Teile der Spielgeschichte werden aufgelöst, damit für die Kinder nach dem Spiel keine ungeklärten Fragen mehr offen bleiben und die Kinder nicht beunruhigt sind.
  • Kinder sollten auch immer die Möglichkeit haben zu wählen, ob sie an einem Spiel in der Nacht teilnehmen wollen oder nicht. Deswegen ist es wichtig, auch ein Alternativprogramm im Haus anzubieten, z.B. eine Rästelrallye. Es sollte auf jeden Fall ein Programm sein, das auch spannend klingt und eine gleichwertige Alternative darstellt und nicht „nur zu Hause bleiben“ bedeutet.

Ein Nachtstationenspiel findest du hier...

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