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Das Essen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf einem Lager nicht zu verhungern:

Selbstversorger

Das Lagerteam nimmt eine oder mehrere KöchInnen mit, die ev. von GruppenleiterInnen unterstützt werden (siehe auch Kapitel “Die Arbeit mit dem Lagerteam). Das hat folgende Vor- und Nachteile:

Die Essenszeiten können vom Lagerteam flexibel gehandhabt werden.
Der Speiseplan kann selbst ausgearbeitet werden.
Man muß sich selber darum kümmern. D.h. Rezepte suchen, die richtigen Mengen einkaufen, kochen, ...
Diese KöchInnen sollten idealerweise das Quartier vorm Lager gesehen haben, um einschätzen zu können, welches Kochgeschirr man noch mitnehmen muß, was man mit den Kochgelegenheiten überhaupt kochen kann und welche Lagermöglichkeiten es fürs Essen gibt (Speis, Tiefkühler, Kühlschrank, Kühlhaus, ... siehe Checkliste im Bereich Quartier) und man daher auch schon vorm Lager billiger einkaufen kann.

Ein kurzes Statement zu Salmonellen:

Auf rohe Eier kann am Speiseplan eines Lagers leicht verzichtet werden. Hühnerfleisch soll im untersten Fach des Kühlschranks aufbewahrt werden, damit es nicht auf den Salat oder anderes tropfen kann. Bei der Verarbeitung von Huhn soll ein eigenes Schneidbrett und Messer verwendet werden, die sofort nach dem Verwenden abgewaschen werden. Rohes Huhn darf in keinem Falle mit Speisen in Berührung kommen, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden.

Vollpension

Das Lagerquartier stellt auch die Verpflegung bereit.

  • Man muß sich nicht ums Essen kümmern.
  • Die Essenszeiten können vom Lagerteam nicht flexibel gehandhabt werden.
  • Wenn man das erste Mal in ein Quartier fährt, kennt man die Qualität des Essens nicht.

Auswärts Essen

Man kann zum Beispiel Frühstück und Abendessen selber machen und zum Mittagessen in einen Gasthof gehen, mit dem man vor dem Lager einen Gesamtpreis ausgemacht hat.

Mit der Herstellung des Essens ist es aber noch nicht getan, das Essen muß schließlich noch zu den Kindern gelangen. Wird das Essen aus einem zentralen Topf ausgeteilt, so bilden sich in der Schlange davor bald Hunger- und Angstgefühle. (Wird es noch für mich reichen? Wie lange muß ich denn noch stehen?) Die Konsequenz daraus ist, daß es unruhig und laut wird.

Genauso wenig trägt es zu einer gemütlichen Atmosphäre beim Essen bei, wenn die Schnitzelpfanne von Tisch zu Tisch eilt. (Hierher! Unser Tisch ist immer der letzte!)

Wenn man vor dem Lager darauf achtet, daß es genügend Schüsseln gibt, so kann das Essen in der Küche vorportioniert werden und anschließend gleichzeitig von einigen Gruppenleiterinnen auf die Tische verteilt werden.

Die Gruppenleiterinnen sitzen gut verteilt an allen Tischen, um die “Unaufgeregtheit” bei den Kindern zu fördern.

Eine weitere Möglichkeit, die Atmosphäre im Speisesaal zu beeinflussen, ist eine liebevolle Tischgestaltung. Das kann durch originell gefaltete Servietten, Tischständer mit täglich wechselnden Comics, etc. geschehen.

Nicht jede hat unbedingt nur zu den Hauptmahlzeiten Hunger, derartige Gefühle oder auch Durst können sich auch zwischendurch regen. Abhilfe schafft hier ein gut betreuter Buffettisch, auf dem immer etwas Trinkbares, Brot und was zum Draufstreichen, sowie Obst, diverse Speisen, die von Mahlzeiten übrig geblieben sind, etc. ist.

Speisenauswahl

Bei der Gestaltung des Speiseplanes sollte darauf geachtet werden, daß die Kinder großteils bekannte und beliebte Speisen auf den Tisch bekommen. Viele Kinder sind sehr vorsichtig gegenüber Speisen, die sie nicht kennen; auf einem Lager aber ist es wichtig, daß alle gerne und genug essen, da dieses das Wohlbefinden steigert.

Weiters sollte man auch darauf achten, daß die Speisenabfolge ausgewogen und abwechslungsreich ist. (Also nicht immer nur Nudeln oder nur Fleisch.)

Weiters kann man die Wünsche der Kinder vor dem Lager erheben, bzw. am Ende des Lagers von den Kindern eine Hitliste reihen lassen.

Das Lagerkochbuch, in dem viele Rezepte für Lager zu finden ist, kannst im Jungscharshop erwerben.

Essensvorräte am Ende des Lagers

Essensvorräte, die am Ende eines Lagers übrig bleiben, kann man natürlich zu einem Gröstl verarbeiten. Eine weitere Möglichkeit wäre es, sie an die Vermieterin, die Nachmieter oder an ein Gasthaus zu verschenken bzw. zu verkaufen.

Eine sehr nette Möglichkeit ist es, als letzte Mahlzeit am Lager ein großes Buffett herzurichten. Hier können sich die Kinder ihr eigenes Essen aus einer großen Auswahl zusammenstellen. (z.B. Brot, Käse, Wurst, Butter, Nudeln, Reis, Salat, Senf, Ketchup, Kuchen, ...)

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