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Zusammenarbeit im Team - arbeitsweise, -aufteilung

Da jede Gruppe/jedes Team ihre eigenen Kommunikations- und Organisationsstrukturen entwickelt, gibt es hinsichtlich der Zusammenarbeit im Team keine allgemeingültigen Lösungen. Im folgenden sind daher, ohne Anspruch auf Vollständigkeit (denn das wird auch praktisch nicht möglich sein), einige wichtige Reflexionspunkte und dazu ergänzende Gedanken angeführt.

Alle Teammitglieder sollten aktiv in der Vorbereitung mitarbeiten

Wenn alle GruppenleiterInnen wirklich in den Vorbereitungsprozeß für das Lager integriert sind, so ist die Chance auf eine gute Zusammenarbeit, in der jede wichtig und ernst genommen wird, sehr groß. Je mehr man die gemeinsam gefundenen Ziele und deren Umsetzung mitgestaltet, desto mehr wird man sich auch damit identifizieren. Das bedeutet dann auch, daß jede Verantwortung mitträgt. Außerdem steigt die Motivation und Vorfreude auf das Lager, wenn man sich bereits in der Vorbereitung einbringen kann.

Das Lagerteam sollte sich um ein gutes Klima der Zusammenarbeit bemühen

Ein gutes Klima im Team ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Lagers. Dazu gehört das Bewußtsein, daß alle gemeinsam „an einem Strang ziehen“, d.h. das Ziel verfolgen, ein für die Kinder möglichst schönes Lager zu gestalten. Und daß jedes Mitglied im Team sich nach den eigenen Möglichkeiten einbringt, wichtig ist und geschätzt wird. Keine sollte es notwendig haben, sich vor den anderen GruppenleiterInnen profilieren zu müssen, denn das geht letztlich auf Kosten der Kinder.

Es wäre nicht gut, um die Gunst der Kinder buhlen zu müssen oder durch „heldenhafte Aktionen“ besonders auffallen zu wollen, um sich Aufmerksamkeit und Achtung zu erringen.

Die GruppenleiterInnen sollten möglichst offen und ehrlich miteinander umgehen. So sollte es jeder einzelnen möglich sein, über ihre Eindrücke und ihr Befinden am Lager bzw. davor reden zu können.

Trotzdem wird es in jedem Team immer wieder auch Konflikte geben. (Siehe auch „Konfliktgespräche bei Besprechungen“.) Diese Konflikte sollten in möglichst konstruktiver Art bearbeitet werden.

Überforderungen sollten vermieden werden

Um gut auf die Kinder eingehen und das Geschehen am Lager mitgestalten zu können, ist es notwendig, sich das, was man tut, auch zuzutrauen und sich nicht damit überfordert zu fühlen.

Daher sollte jede/r GruppenleiterIn selbst entscheiden können, was und wieviel sie tut. Ein Team besteht aus unterschiedlichen Personen, die nicht unbedingt alle das gleiche oder gleich viel tun müssen. Jede soll die Möglichkeit haben, ihre speziellen Fähigkeiten einzubringen.

Manchmal kann man nicht im Vorhinein abschätzen, wieviel Belastung eine Aufgabe oder Situation mit sich bringt. Es kann auch erfahrenen Lagerteams passieren, daß Situationen auftreten, in denen man das Gefühl von Überforderung und Unlust hat und eigentlich am liebsten woanders wäre. Die Möglichkeit, sich im Falle einer momentanen Überforderung zurückziehen zu können, schafft eine gewisse Ausgleichs- und Auffangmöglichkeit, die ein „Überkochen“ oder ein „Zusammenbrechen“ vermeiden kann (siehe auch Spielregel „Freie Zeiten“ als Vorbeugung).

Die Arbeit sollte aufgeteilt werden

Die einzelnen Arbeiten bzw. Arbeitsbereiche, die vom Team erledigt werden müssen, sollten auf verschiedene Personen aufgeteilt werden. (Zum Stichwort Delegation siehe auch „Die/der LagerleiterIn“.)

Beispiele für Arbeitsaufteilungen:

  • Aufteilung der organisatorischen Arbeiten (Lagerplatzsucherin, Materialverantwortliche, Finanzverantwortliche, Protokollantin, etc.)

  • Aufteilung der Programmvorbereitung und -durchführung
    Es könnten z.B. Rahmen- bzw. Grundideen für Programmpunkte im Team festgelegt und dann Einzelne bzw. kleine Arbeitsgruppen mit der genauen Ausarbeitung beauftragt werden. Jeweils eine dieser Personen ist dann auch bei der Durchführung des jeweiligen Programmpunkts die Hauptverantwortliche, was z.B. bedeuten könnte, daß sie auch für das Material verantwortlich ist, die anderen GruppenleiterInnen hinsichtlich deren Aufgaben instruiert, den Programmpunkt den Kindern vorstellt und sie einführt, etc.

  • Aufteilung der „Dienste“ auf dem Lager
    Auf jedem Lager gibt es einige Aufgaben, die von den GruppenleiterInnen (tw. evt. in Zusammenarbeit mit den Kindern) erledigt werden müssen; z.B.: Aufwecken, Abwaschen, Mittagspausengestaltung, Leitung des Lagerparlaments, Ins-Bett-bringen, Sanitäre Anlagen säubern, Mistkübel entleeren, etc. Diese „Dienste“ können so aufgeteilt werden, daß jeweils eine Person das ganze Lager für die gleiche Sache verantwortlich ist oder daß die Erledigung dieser Aufgaben jeden Tag von einer anderen wahrgenommen wird.

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