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Zusammensetzung des Lagerteams

 

 

Wie groß soll das Lagerteam sein?

Um ein Lager gut durchführen zu können, ist erfahrungsgemäß ein Betreuungsverhältnis von mind. einem Teammitglied je fünf bis sechs Kinder notwendig (exklusive KöchInnen), d.h. bei 40 Kindern etwa acht Personen, bei 50 Kindern neun bis zehn Personen, etc.

Als absolute Untergrenze würden wir jedoch vier Teammitglieder ansetzen (selbst bei einem kleinen Lager mit ca. 15 Kindern), weil es viele notwendige Arbeiten gibt, bei denen es nicht so sehr ins Gewicht fällt, für wieviele Kinder sie gemacht werden und die sich bei mehr Personen besser aufteilen lassen (z.B. Gestaltung der Einladung, Organisation der Reise und des Hauses, Gestaltung der Wandzeitung, Planung der Programmpunkte, ...) Außerdem kann immer jemand z.B. wegen Krankheit ausfallen.

Für die Arbeit in einem Team ist generell eine Obergrenze bei ca. zehn Mitgliedern anzusetzen. Bei großen Lagern (mit beispielsweise 60 Kindern und mehr) werden allerdings mehr Personen notwendig sein, um dem notwendigen Betreuungsverhältnis gerecht zu werden bzw. werden wahrscheinlich auch mehr Personen dabei sein wollen (z.B. alle Gruppenleiterinnen der Kinder). In diesem Fall ist es wichtig, die Arbeit des Teams so zu strukturieren, daß in der Vorbereitung nicht immer das ganze Team zusammensitzt, sondern auch Untergruppen gebildet werden, was natürlich einen höheren Koordinations- und Kommunikationsaufwand mit sich bringt.

Wer gehört zum Lagerteam?

In den meisten Fällen ist das Lagerteam ident mit der Gruppenleiterinnen-Runde einer Pfarre, d.h. es besteht aus den Gruppenleiterinnen, der/den Pfarrverantwortlichen und evt. Hauptamtlichen (Pastoralassistentin, Jugendleiterin, Kaplan, Pfarrer). Das Lagerteam muß sich allerdings nicht notwendigerweise mit der Gruppenleiterinnen-Runde decken.

(Im folgenden Text wird manchmal nur der Begriff „die Gruppenleiterinnen“ (synonym zu „Lagerteam“) verwendet.)

Wichtig ist, daß auf jeden Fall zumindest eine Gruppenleiterin von jeder JS-Gruppe, aus der Kinder auf das Lager mitfahren, zum Team gehört. Und zwar vor allem deshalb, weil die „eigenen“ Gruppenleiterinnen zunächst die vorrangigen Bezugspersonen für die Kinder sind.

Sind im Verhältnis zur Anzahl der Kinder zuwenig Mitglieder der Gruppenleiterinnen-Runde vorhanden, dann können auch weitere Personen für das Lagerteam gesucht werden. Beispielsweise könnten ehemalige Gruppenleiterinnen, weitere Personen aus dem pfarrlichen Umfeld (z.B. Jugendgruppenleiterinnen, Mitglieder aus dem Fachausschuß „Kinder“, ...), Gruppenleiterinnen aus benachbarten Pfarren, Eltern oder andere als geeignet befundene Personen bezüglich Mitarbeit gefragt werden.

Wichtig ist dabei natürlich, daß diesen Personen zugetraut wird, daß sie verantwortungsvoll und einfühlsam mit Kindern umgehen und dem restlichen Team und dessen (pädagogischen) Stil entsprechen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß ein neues Teammitglied vielleicht eine andere Lagerkultur gewöhnt ist und in manchen Situationen vielleicht anders handeln würde. Der Stil (d.h. die Art, miteinander und mit den Kindern umzugehen, grundsätzliche Alltags- und Programmgestaltung, etc.) muß daher besprochen werden.

Bezüglich des Alters ist es - aus rechtlichen Gründen - notwendig, daß zumindest die Lagerleiterin volljährig ist (siehe auch Kapitel „Organisatorisches und Rechtliches“). Aus pädagogischer Sicht ist es sinnvoll, im Team auch Mitglieder mit längerer Erfahrung (einige Jahre) in der Arbeit mit Kinder(gruppen) zu haben, sodaß wahrscheinlich ohnehin mehrere Personen volljährig sein werden.

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