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Mitbestimmung

Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, an der Gestaltung des Lagers mitzuwirken, indem sie ihre Meinung sagen, für oder gegen etwas sind oder Vorschläge machen, die gehört und bei Zustimmung auch durchgeführt werden.
Auch wenn ein Lager, dessen Programm und Ablauf fix feststeht, in der Planung und Durchführung vielleicht einfacher ist, verhindert eine starre Planung, dass Kinder aktiv am Lager mitgestalten können.

Warum überhaupt Mitbestimmung?

Das Recht jedes/r Einzelnen auf Meinung(-säußerung)

Jede/r Lagerteilnehmer/in hat eine Meinung und das Recht, diese auch zu äußern, damit er/sie das Lager mitgestalten kann, sodass es möglichst passend für sie/ihn ist.
Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Lagerleitung grundsätzlich weiß, welche Meinung die Kinder haben und was für sie das Beste ist. Die Meinungen und Wünsche der Kinder sind zu respektieren und ernst zu nehmen.

Gemeinsam leben heißt gemeinsam gestalten

Das Leben am Lager ist kein Einzelaufenthalt, sondern ein Miteinander-Leben. Es gibt viele Bereiche, die alle gemeinsam haben: Wohnraum, Programm, Dinge des Alltags, usw. Die Kinder sollen diese Bereiche mitgestalten können (z.B. Einrichtung des Wohnraums). Die Aufgabe der Gruppenleiter/innen ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, ihre Vorstellungen umzusetzen.

Mitgestalten bringt Vorfreude

Die Möglichkeit zur Mitgestaltung wirkt motivierend. Wenn Kinder bei einem Programmpunkt, der Gestaltung des Gottesdienstes oder der Gestaltung des Quartiers mitarbeiten, so erleben sie sich als Akteur/innen des Geschehens, sie fühlen sich intensiver involviert und sind daran interessierter, als wenn sie nur „Konsument/innen“ eines fertigen Programms sind.

Demokratie erleben

Die Kinder sollen am Lager die Möglichkeit haben, demokratisches Miteinander zu erleben. Am Lager sind die Kinder über einen längeren Zeitraum zusammen, sie können hier mitreden, vorschlagen, streiten, Konflikte lösen, Kompromisse eingehen,… bzw. all dies mit Hilfe der Gruppenleiter/innen üben. Übrigens: Demokratie darf nicht „Diktatur der Mehrheit“ heißen. Die Maxime ist die Frage „Wie können alle gut mit einer Entscheidung leben?“, d.h. die Suche nach Alternativen, mit denen sich alle einverstanden erklären können.

Tipps zur Abhaltung eines Lagerparlaments findest du hier..

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