• Infos
  • Praxis
  • JS Grundlagen
  • Minis
  • Lager
  • Lobby
  • Angebote

Nach der Erstkommunion geht´s weiter

In den meisten Pfarren können Kinder ab der 3. Schulstufe regelmäßig Gruppenstunden der Jungschar besuchen. Also relativ kurz nachdem die Kinder bei der Erstkommunion waren.
Wie schaffe ich es, dass möglichst viele Kinder, die bei der Erstkommunion waren, anschließend in die Jungschar kommen??

Erster Kontakt

Gerade im Volksschulalter ist Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung, da diese u.a. noch sehr großen Einfluss darauf haben, wie und wo ihre Kinder ihre Freizeit verbringen.

Deshalb wäre z.B. ein Elternabend im Zuge der Erstkommunionsvorbereitung eine gute Möglichkeit, die Jungschar und im Besonderen auch die künftigen Gruppenleiterinnen der neuen Gruppe vorzustellen. Viele Eltern haben keine Ahnung, was die Jungschar ist und was ihre Anliegen sind. Deshalb könntet ihr die Chance nützen und erzählen, was in den Gruppenstunden geschieht, welche Ziele ihr habt, wer die Mitarbeiterinnen bzw. Ansprechpartnerinnen sind, welche Aktionen ihr startet, etc. Dokumentierende Dias wären für eure Schilderungen natürlich eine große Unterstützung - vielleicht habt ihr auch einen kleinen Jungschar-Folder (mit Zielen, Terminen, Mitarbeiterinnen, ...), den ihr den Eltern mitgeben könnt. Für die Eltern ist es vor allem wichtig, die Gruppenleiterinnen, denen sie ihr Kind in den Gruppenstunden anvertrauen werden, kennen zu lernen.

Um erste Kontakte mit den Kindern zu knüpfen, könnten die künftigen Gruppenleiterinnen der jüngsten Gruppe einmal bei einer Erstkommunion-Vorbereitungsstunde mitmachen. Für die Kinder haben dann die Namen auf den späteren Einladungen schon ein Gesicht: "Ah, die kenn ich schon!" und das könnte mitunter auch ein Motivationsgrund sein, die erste Gruppenstunde zu besuchen.

Schnuppern

Eine gute Möglichkeit, um an den Kindern nach der Erstkommunion dran zu bleiben, wäre die Veranstaltung eines Spielenachmittages. Die Einladungen dazu kannst du im Rahmen eines Besuchs in der Erstkommunions-Stunde, über die Tischmütter oder euren Pfarrer an die Kinder weiterleiten. Auch am Ende der Erstkommunionsfeier (im Rahmen der Verlautbarungen) könntet ihr zum Spielenachmittag einladen und anschließend Handzettel verteilen.
Gut wäre es, wenn bei der Gestaltung (diese muss nicht besonders aufwendig sein) und Durchführung des Nachmittags die jungen Gruppenleiterinnen von bereits Erfahrenen unterstützt würden.
Im Vordergrund stehen das "gegenseitige Beschnuppern" von Kindern und Gruppenleiterinnen, aber auch der Räumlichkeiten, in denen später die Gruppenstunden stattfinden werden.

Ein möglicher Ablauf:

Eine kurze Begrüßung und Vorstellung (Namenspickerl für alle Anwesenden sind von Vorteil!), eine gute Spiele-Mischung vielleicht sogar in Form einer Spielgeschichte (eine möglichst breite Streuung bewegungsintensiver, entspannender, sprachspielerischer, ... Spiele ist wichtig, um alle Kinder ansprechen zu können! - Anregungen dazu findest du in der Spielemappe der Jungschar Wien.) und zwischendurch oder als Abschluss freuen sich die Kinder sicherlich über eine kleine Jause, die vielleicht von den Tischmüttern organisiert werden könnte.
Wichtig ist auch, dass du mit den Kindern besprichst, wann ihr euch zur 1. Gruppenstunde wieder trefft (ob das jetzt noch im Juni ist - oder erst nach den großen Ferien im September, ist eine wichtige Entscheidung, die ihr euch schon vorher überlegt haben solltet).

Ein anderer Weg, um den Kindern ein "Hineinschnuppern" in das Jungschar-Geschehen zu ermöglichen, ist die Gestaltung eines Erstkommunions-Ausflugs durch die Gruppenleiterinnen.

Herzliche Einladung!

Bevor es so richtig losgehen kann, ist natürlich eine ansprechende Einladung notwendig. Neben organisatorischen Daten, wie "wann und wo die Gruppenstunden stattfinden", wäre eine kurze Vorstellung (ev. mit Fotos) der Gruppenleiterinnen nett und ein kurzer Umriss, was die Kinder in der Jungschar erwartet, gut.
Um den Kindern die Einladungen zur 1. Gruppenstunde zukommen zu lassen, gibt's prinzipiell zwei Wege:
1. Du gibst die Einladungen der Religionslehrerin, die die dritten Klassen unterrichtet und diese teilt sie in der Schule aus.
2. Du besorgst dir die Adressen der Erstkommunionskinder in der Pfarrkanzlei. Dort gibt es übrigens auch eine Datenbank, die es dir ermöglicht, die Namen aller Kinder der jeweiligen Jahrgänge und deren Adressen auszudrucken (da sind dann auch die Kinder enthalten, die vielleicht nicht oder nicht in deiner Pfarre bei der Erstkommunion waren).
Sobald du deine Liste beisammen hast, kannst du den Kindern die Einladung auf dem Postweg schicken oder (wenn die Liste nicht allzu lang ist) kannst du die Einladungen den Kindern auch persönlich bringen.

Zur nochmaligen Erinnerung kannst du bei der ersten Aktion im Herbst (z.B. Ausflug, Kino, ...) alle Kinder anschreiben und sie einladen, doch mal vorbei zu schauen.

Die ersten Heimstunden

Ein Modell für eine erste Heimstunde findest du hier...
Prinzipiell ist es wichtig, dass neue Gruppenleiterinnen nicht mit ihrer Aufgabe allein gelassen werden, sondern dass sie Unterstützung durch die Pfarrverantwortlichen oder andere bereits erfahrene Gruppenleiterinnen erhalten. Dies kann dadurch geschehen, dass ihnen bei der Vorbereitung der Gruppenstunden geholfen wird oder dass ihr organisatorische Dinge gemeinsam überlegt (z.B. Rituale, welche Ziele ihr habt, ...) aber auch, dass sie bei eventuell auftretenden Problemen wissen, an wen sie sich wenden können.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Da junge Kinder meist noch zur Gruppenstunde gebracht und auch wieder abgeholt werden, kannst du diese Zeit des Bringens und Abholens nützen, um die Eltern deiner Kinder kennen zu lernen (umgekehrt natürlich auch!).
Empfehlenswert ist es auch, einen Elternbrief zu verfassen. Diesen kannst du entweder gleich zur Einladung für die Kinder dazugeben oder erst nach einigen Wochen schicken.
Im Brief kannst du ganz konkrete Wünsche nennen (z.B. die Kinder sollen pünktlich sein; Bitte um Materialbeitrag für das Arbeitsjahr, ...), geplante Aktionen ankündigen, eure Ziele formulieren, Kontaktadressen und -telefonnummern angeben, usw.

Eine andere gute Möglichkeit, um den Eltern einen Blick "hinter die Kulissen" zu gewähren und um Kontakte zu ihnen zu knüpfen, sind Eltern-Kind-Aktionen. Ende November könntet ihr z.B. einen gemeinsamen Bastel-Nachmittag (die Eltern können Adventkränze binden, die Kinder Kekse backen usw. - zwischendurch ist bei Tee und Keksen Zeit für ein gemütliches Pläuschchen) veranstalten.

Jungscharaufnahme

Nach einer Phase des Kennenlernens ist die Jungscharaufnahme (in vielen Pfarren findet sie am Christkönigssonntag statt) für die neue Gruppe die erste, für die Kinder sehr aufregende Möglichkeit, in der Pfarröffentlichkeit als Gruppe zu agieren.

Creative Commons License Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.