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Eine erste Gruppenstunde

Gruppenstundenmodell für Jüngere

Hintergrund

Heute triffst Du Dich das erste Mal mit Deinen Kindern. Vielleicht kennen sich einzelne schon von früher aus der Schule, aber sich in einer so großen Gruppe, noch dazu mit einem/einer - von Kindern ”uralt” empfundenen - GruppenleiterIn zu treffen, ist sicherlich etwas ganz Neues.

Deshalb soll in der ersten Gruppenstunde das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund stehen. Das bedeutet für Kinder aber nicht endloses Erzählen und Zuhören müssen, sondern etwas miteinander tun, nämlich spielen.

Nicht zuletzt soll es ja allen Beteiligten auch Spaß machen und es deswegen selbstverständlich sein, daß man sich nächste Woche wieder trifft.

Ziel

Die Kinder sollen von dir als GruppenleiterIn erfahren wer und wie du bist und einander näher kennenlernen.

Material

Kartonfiguren (ca. 10cm groß), Filzstifte, Sicherheitsnadel, Koffer oder Tasche mit Gegenständen, zu denen Dir Geschichten aus Deiner Kindheit einfallen.

Aufbau

Gerade am Anfang läßt sich schwer eine Gruppenstunde finden, die für alle Gruppen geeignet ist. Je nach Situation der Gruppe wird daher der eine oder andere Schritt ausführlicher oder kürzer behandelt werden.

  • Es werden Spiele gespielt, bei denen die Namen immer wieder vorkommen.
  • Der/die GruppenleiterIn erzählt von sich und seiner/Ihrer Kindheit.
  • Bis zum Schluß werden noch einige Spiele gespielt, bei denen viel ”miteinander” gespielt wird.

Die Einladung

Zu eurer ersten Gruppenstunde sollen die Kinder eine interessant gestaltete schriftliche Einladung erhalten, die den genauen Treffpunkt und die Dauer angibt. Am besten wäre es, wenn du die Einladungen persönlich übergeben könntest (z.B. die Kinder zu Hause besuchen, in der Schule vorbeischauen).

Das ist vorallem dann günstig, wenn dich die Kinder noch gar nicht kennen. Dann könntest du ihnen nämlich auch kurz erzählen, was bei euch in der Jungschar alles los sein wird. ist das nicht möglich, könntest du die Einladung auch mit der Post verschicken: Wer freut sich nicht, wenn man ihm/ihr schreibt?

Das Eintreffen

Da Kinder oft schon etwas früher kommen, vor allem, wenn sie sich auf etwas freuen, wäre es gut, wenn du zumindest eine Viertelstunde vor Beginn da bist. Ist der Gruppenraum den Kindern nicht schon z.B. von der Erstkommunionvorbereitung bekannt, wäre es gut, den Weg dorthin zu beschildern. Sollte euer Gruppenraum recht versteckt in eurem Pfarrheim liegen, könntest du die Kinder auch an einem leicht zu findenden Ort (z.B. vor der Kirche, vor dem Pfarrhof) erwarten. Auf jeden Fall sollte der Treffpunkt auf der Einladung stehen.

Unsere Namen

Im ersten Teil geht es um das Kennenlernen unserer Namen. Kennen sich schon alle Gruppenmitglieder namentlich (weil sie z.B. in die gleiche Klasse gehen), müssen nicht alle Spiele gespielt werden.

Kennt jemand (z.B. du) noch nicht alle, solltet Ihr auf jeden Fall folgendes tun: Du gibst jedem Kind eine ausgeschnittene Kartonfigur und bittest es, darauf seinen Namen zu schreiben und wenn es Lust hat, sich selbst darauf zu zeichnen. Die fertigen Figuren werden mit Sicherheitsnadeln an der Kleidung befestigen. Es wäre schön, wenn du bereits ein Musterexemplar mit deinem Namen darauf hättest.

Wenn dann alle da sind, könnt ihr noch weitere Spiele zum Kennenlernen eurer Namen spielen:

Name und Bewegung

Ihr stellt euch im Kreis auf. Du beginnst: Du sagst deinen Namen und machst dazu eine kurze, einfache Bewegung, etwas, was du gerne tust. Die anderen sagen den Namen nach und machen dazu die Bewegung. Dann kommt der nächste dran.

Rückenschrift

Ihr teilt euch in zwei gleich große Gruppen. Eine Gruppe setzt sich im Kreis mit dem Gesicht nach außen und schließt die Augen. Dann tritt hinter jedem/r Sitzenden ein Mitspieler der anderen Gruppe und schreibt mit dem Zeigefinger seinen Namen auf den Rücken. Der/die Sitzende versucht, den Namen zu erkennen.

Es empfiehlt sich bei jungen Kindern, immer nur einen Buchstaben groß auf den ganzen Rücken schreiben zu lassen. Hat der/die Sitzende den Buchstaben erkannt, wird der nächste geschrieben.

Datenverarbeitung

Ihr ordnet euch nach einem vorher vereinbarten Prinzip in einer langen Reihe. Wenn es also um die alphabetische Reihung der Vornamen geht, stellt sich eine Kind mit A am Anfang seines Vornamens an den Anfang der langen Reihe. Weitere Ordnungsprinzipien: Alter, Lieblingsfarbe, - hobby,...
Je mehr die Kinder schon voneinander wissen, desto kürzer kann dieser Teil ausfallen.

So war’s bei mir ...

Auch wenn dich die Kinder bereits vom Sehen kennen sollten, wissen sie doch recht wenig von dir. In diesem Schritt erfahren die Kinder ein wenig über dich und sie sehen, daß du auch einmal so ähnlich warst wie sie.

Du hast einige Gegenstände in einem Koffer oder einer Tasche mitgebracht, die in deiner Kindheit, als du auch so um die acht Jahre alt warst, eine Rolle gespielt haben, z.B. ein Schulheft, ein Lieblingsspielzeug, eine Zeichnung,... . In wenigen Sätzen erzählst du eine Geschichte zu jedem Gegenstand. Hat ein Kind auch schon so etwas erlebt oder trifft das bei ihm auch zu, so ruft es ”Ich auch”. An der Lautstärke kann man dann Gemeinsamkeiten feststellen.

Kennenlernen kann man sich nicht nur durch Erzählen, sondern vor allem durch einander Erleben und gemeinsames Tun. Deshalb könnt ihr jetzt noch einige Spiele, bei denen man viel miteinander macht, spielen. Habt ihr euch etwas länger beim ersten Schritt aufgehalten, so braucht ihr nicht alle Spiele ”durchzumachen”. Entscheide selbst, ob deiner Gruppe mehr nach einem bewegten oder nach einem ruhigen Spiel ist.

Namenssalat

Die Kinder stehen im Kreis, ein Kind steht in der Mitte. Dieses ruft nun einen Namen und versucht, das gerufene Kind zu berühren. Dieses kann sich vor dem/der FängerIn schützen, indem es schnell einen anderen Namen ruft, dessen TrägerIn es nun zu erwischen gilt. Wird ein Kind erwischt oder ruft es den Namen des Fängers bzw. der Fängerin, wird es selbst zum/r FängerIn. Haben zwei Kinder denselben Namen, kann man fragen, ob eines der beiden vielleicht manchmal mit einer Abkürzung gerufen wird und diesen Namen verwenden.

Gordischer Knoten

Ihr steht im Kreis, streckt die Arme in die Mitte und schließt die Augen. Jeder faßt mit seinen Händen je eine Hand von zwei anderen Mitspielern. Dann machen alle die Augen auf und versuchen, den entstandenen Knoten ohne die Hände zu lösen zu entwirren.

Schlange im Gras

Eine/r liegt als Schlange auf dem Boden. Die anderen MitspielerInnen berühren die Schlange mit einem Finger. Wenn einer ruft: ”Schlange im Gras!”, streckt die Schlange ihre Hände und versucht, eines der Kinder zu berühren. Diese laufen natürlich davon. Die Schlange kriecht nun am Bauch durch den abgegrenzten Spielbereich. Wen sie berührt, der wird ebenfalls zur Schlange. Es wird gespielt, bis alle Schlangen geworden sind.

Ein pünktliches Ende

Vielleicht werden einige Kinder abgeholt, deshalb solltet ihr pünktlich Schluß machen. Weißt du von einem Kind, daß es zum Gruppenstundentermin keine Zeit hat, könntet ihr euch jetzt noch auf einen anderen einigen.

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