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Anfang und Alltag der Jungschar

Gut anzufangen ist wichtig. Wenn der Einstieg in eine Sache gelingt, dann hat man schon halb gewonnen. In den ersten Jungschar-Gruppenstunden werden Weichen gestellt, welches Klima in der Gruppe herrscht. Um diesen Anfang gut zu meistern, findest du im Anschluß nun Tips, die zum Aufbau von guten Beziehungen innerhalb der Gruppe sowie zum Gelingen deiner Gruppenstunden beitragen können.

Die Einladung in die erste Gruppenstunde

Natürlich müssen alle Kinder, die du gerne in deine Gruppe einladen möchtest, auch davon erfahren.

Meistens beginnen neue Jungschargruppen nach der Erstkommunion. Vielleicht hast du im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung schon einmal die Möglichkeit, ”deine” zukünftigen Jungscharkinder kennenzulernen. Jedenfalls kannst du die Namen und Adressen der Kinder in der Pfarrkanzlei erfahren.

Auf der Einladung zur ersten Gruppenstunde sollten ORT UND ZEIT DER ERSTEN GRUPPENSTUNDE sowie DEIN NAME stehen.

Hier ein paar Ideen für die Gestaltung:

auf Zetterl schreiben, zusammenfalten und - zusammen mit einem kleinen Stückchen Schokolade - in eine Streichholzschachtel stecken - einen netten Comic auf die Zetterl draufkopieren...

Wenn du nicht die Möglichkeit hast, die Einladungen den Kindern persönlich zu geben, dann schicke sie mit der Post an die Kinder adressiert. Kinder freuen sich sehr über eigene Post!

Elternbrief

Die Eltern der Jungscharkinder haben natürlich Interesse daran, zu erfahren, wer das denn ist, zu dem ihre Kinder nun Woche für Woche kommen sollen. Und deshalb solltest du die Eltern gut informieren.

Dauer der Gruppenstunde

Je nach dem Alter der Kinder sollte die Gruppenstunde zwischen einer (bei ca. 8jährigen Kindern) und eineinhalb (ab ca. 10jährigen Kindern) Stunden dauern. Wenn du bei einer einstündigen Gruppenstunde merkst, daß euch die Zeit einfach zu kurz, dann sollte es kein Problem sein, um eine halbe Stunde zu verlängern. Orientiere dich dabei an den Äußerungen der Kinder.

”Kaffeehaus” - Viertelstunde

Es wäre gut, schon ca. eine Viertelstunde vor Beginn der Gruppenstunde für die Kinder da zu sein. Diese Viertelstunde vor der Gruppenstunde bietet die Gelegenheit für die Kinder, persönlich mit dir zu plaudern.

Anwesenheitsliste mit Notizen

Diese Liste ist nur für dich selbst da und dient zu folgendem:

  • Du hast einen Überblick darüber, wer wie oft da war. Besonders am Anfang kann es leicht passieren, daß du ein Kind aus den Augen verlierst. Wenn du aber Notizen über die Anwesenheit führst, kannst du feststellen, daß z.B. ein Kind schon dreimal nicht da war und dich in einem netten Telefonat (z.B.: ”Hallo Maxi, wie geht es dir? Du bist mir schon abgegangen!”) nach seinem Befinden erkundigen.
  • Wenn du 15 neue Gesichter mit dazugehörigen Eltern, Geschwistern, Schulen, Haustieren, Vorlieben, Hobbies, usw. kennenlernst, kannst du dir unmöglich all diese wichtigen Einzelheiten auf einmal merken. Ein paar Notizen helfen, das Gedächtnis aufzufrischen.

Schriftliche Gruppenstunden-Vorbereitung und -Nacharbeit

Ja, es stimmt: Vor- und Nachbereitung, noch dazu schriftlich: das riecht nach Arbeit. Aber - diese Arbeit zahlt sich aus! Genaueres dazu kannst du in Kapitel 2.5. nachlesen.

Geburtstage

Die zwei wichtigsten Tage im Jahr für ein Kind sind Weihnachten und natürlich der Geburtstag. Wer Beziehungen ernst nimmt, sollte auch an den Geburtstag seiner Jungscharkinder denken. Solche Geburtstagsfeiern können ganz einfach und unaufwendig ablaufen: In der Stunde vor dem Geburtstag des jeweiligen Kindes bekommt es eine Kleinigkeit (z.B. eine Tafel Schokolade - jedenfalls sollten alle Kinder ein möglichst vergleichbares Geschenk bekommen) und vielleicht wird noch ein Lied gesungen. Und bitte: Vergiß nicht auf die Kinder, die in den Ferien Geburtstag haben!

Ferien

Ferien sind - vor allem für jüngere Kinder - eine irrsinnig lange Zeit. Und es wäre sehr nett von dir, wenn du als GruppenleiterIn, wenn du deinen Kindern die lange Wartezeit zumindest mit einer Postkarte verkürzen könntest. Wenn du die Gelegenheit hast, mit deiner Gruppe auf Lager zu fahren, nütze sie!

Vielleicht kannst du in den Ferien auch 1-2 Termine mit deiner Gruppe ausmachen und gemeinsam etwas unternehmen: Ausflug ins Schwimmbad; Übernachtung und gemeinsames Frühstück im Pfarrheim; Geländespiele...

Jahresplanung

Die Erstellung einer Jahresplanung ist arbeitsintensiv, aber sie zahlt sich aus. Für dich und für die Kinder.

Für die Kinder: weil sie wahrscheinlich viel abwechslungsreichere Gruppenstunden erleben werden, wenn du rechtzeitig zu planen und vorzubereiten beginnst.

Für Dich: Weil du dir viel Streß und Arbeit während des Jahres ersparst. Du weißt schon lange im voraus, wann vorbereitungsintensivere Gruppenstunden stattfinden und kannst dir entsprechend Zeit einteilen. Und du kannst dir für die prüfungs- und arbeitsintensiveren Zeiten des Jahres weniger aufwendige Gruppenstunden vornehmen. Zwei bis drei Stunden Aufwand am Anfang jedes Arbeitsjahres - und sonst rundherum nur Vorteile!

Die erste Gruppenstunde

Einen Vorschlag für die erste Gruppenstunde findest du hier... Bedenke dabei, daß für einige Kinder der Besuch im Pfarrheim etwas Gewohntes, für andere aber etwas Neues ist. Auch die Eltern, die die Kinder zur Gruppenstunde bringen, kommen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Nimm dir ein wenig Zeit, in der du mit den Eltern ein paar Worte wechseln kannst. Wenn das im Anschluß an die Gruppenstunde ist, dann müssen die Kinder nicht schon vor Beginn warten. Vergiß nicht, dich auch selbst - bescheiden aber doch - den Kindern vorzustellen. Und schließlich bereite Zettel vor, auf denen die fixe Gruppenstundenzeit notiert ist. Das können die Kinder dann mit nach Hause nehmen.

Also dann: einen guten Einstieg!

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