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Die kontinuierliche Gruppenarbeit funktioniert nicht mehr!

Klar, Woche für Woche zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Pfarre zu kommen, ist für Kinder (und deren Eltern) eine ziemliche Herausforderung. Da braucht es schon eine schöne Portion innerer Motivation, um das z.B. ein Jahr lang durchzuziehen.

Es ist nachvollziehbar, wenn Mädchen und Buben hier eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellen: Was hab ich eigentlich davon, wenn ich die Jungscharstunde besuche? Diese Frage ist wichtig und muss einleuchtend
beantwortet werden.

Versuchen wir es einmal: Ist das Programm in der Jungscharstunde anregend, interessant und macht Spaß – oder ist es dort stinklangweilig? Bin ich da (freiwillig!) mit anderen netten Kindern zusammen, die mich mögen und mit mir befreundet sein wollen – oder bin ich jemand, die/der ausgeschlossen wird und übrig bleibt? Werden meine Wünsche, Erwartungen, Bedürfnisse ernst genommen – oder passiert immer nur das, was andere wollen? Werde ich so wie ich bin in der Gruppe akzeptiert – oder muss ich mich unterordnen und Dinge tun, die ich eigentlich gar nicht will?

Gerade das Anfangen mit einer Jungschargruppe braucht viel Aufmerksamkeit und will gut vorbereitet sein. Mädchen und Buben, die neu (und möglicherweise einander fremd) in eine Gruppe kommen, benötigen viel Sicherheit, um sich auf dieses ungewohnte Miteinander einzulassen. Wahrscheinlich ist auch eine Portion Flexibilität seitens der Pfarre gefordert, um ein Angebot zu formen, das gut zu den Bedürfnissen der Kinder passt und ihnen von Anbeginn Mitgestaltung und Mitbestimmung ermöglicht. Dann bestehen gute Chancen, dass sich eine Gruppenarbeit entwickelt, die auch über einen längeren Zeitraum bestehen kann.