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Heiligen nachforschen

Katholische Jungschar geht zu Allerheiligen auf Spurensuche

Wien, 31.10.2017: Der Friedhofsgang zu Allerheiligen ist für viele Kinder eine schwer verständliche Pflichtübung. „Dabei sind die meisten Kinder interessiert am Thema Tod und werden neugierig, wenn man ihnen Geschichten aus dem Leben von Verstorbenen erzählt“, erklärt Sara Dallinger, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar. „Der Katholischen Jungschar ist es wichtig, das Hochfest Allerheiligen und den Gedenktag Allerseelen mit den Kindern angemessen zu begehen. Das heißt, dass wir Raum für Fragen lassen und Orte unvoreingenommen erkunden wollen. Ein besonderer Schatz sind Heiligenlegenden, weil diese Menschen oft Unglaubliches geleistet haben und mit ihrem Lebensweg uns neue Perspektiven eröffnen. Gerade jetzt durch die neuesten Heilig- und Seligsprechungen durch Papst Franziskus bieten sich viele Entdeckungsmöglichkeiten.“

Bereits 2009 hat die Katholische Jungschar mit ihrem Positionspapier zum Thema Halloween klargestellt, dass Kinder ein Recht auf ihren Bedürfnissen und Wünschen angemessene Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Erinnern haben. „Die Überlagerung des Hochfestes Allerheiligen durch eine inhaltsleere Verbreitung des Brauchtums rund um Halloween lehnen wir ab. Süßigkeiten und Streiche klingen zwar verlockend, wir beobachten aber, dass Kinder hier nur als Konsumentinnen und Konsumenten angesprochen werden. Allerheiligen ist ein wichtiges Fest im Jahreskreis der Kirche, bei dem aber die für Kinder passende Aufbereitung oft zu kurz kommt“, stellt Sara Dallinger fest.

Als katholische Kinderorganisation bietet die Jungschar in ihren Gruppenstunden rund um Allerheiligen und Allerseelen eine altersgemäße Auseinandersetzung mit den Themen Gedenken, Sterben und Tod. Eltern können sich außerdem mit den Kindern über diese Themen unterhalten, den Friedhofsbesuch gemeinsam gestalten, eine eigene Gedenkkultur entwickeln und in den familiären Alltag einbauen. „Gerade an diesen Tagen bietet sich die Möglichkeit, ausgiebige Familienforschung zu betreiben und über verstorbene Verwandte, ihre Hoffnungen und Träume und ihre Lebenswege zu reden. Die Katholische Kirche hat außerdem mit ihren vielen Heiligen einen Schatz an Weisheiten und Vorbildern, den es immer wieder neu zu entdecken gilt“, so Sara Dallinger abschließend.