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12.955 Gruppenleiter/innen engagieren sich ehrenamtlich in der Jungschar

12.955 Jungschar- und Mini-Gruppenleiter/innen engagieren sich österreichweit ehrenamtlich in der Jungschar, knapp 15.000 inklusive Südtirol*.

Die Gruppenleiter/innen sind mehrheitlich weiblich, wobei das Geschlechterverhältnis bei den Mini-Gruppenleiter/innen ausgewogener ist (JS-GL: 74:26%, Mini-GL: 56:44%).

Dem Alter nach gibt es im Großen und Ganzen zwei Gruppen, die sich signifikant voneinander unterscheiden: Die „Jüngeren“ (mehr als die Hälfte der Gruppenleiter/innen ist zwischen 15 und 19 Jahre alt) und die „Älteren“ (nicht ganz ein Drittel aller Gruppenleiter/innen ist über 30 Jahre alt). Auffallend, wenn auch nicht überraschend, ist das weitgehende Fehlen von Personen aus der Gruppe der 26- bis 30-Jährigen. Berufliche Etablierung, Familien- und Haushaltsgründung stehen in dieser Altersphase im Vordergrund. 

Motivation und Rollenverständnis

Wer sich in den pfarrlichen Jungschar- oder Minigruppen als Gruppenleiter/in engagiert, hat zu fast 80% biografische Erfahrungen mit kirchlicher Kinder- oder Jugendarbeit. Bei den Beweggründen für das Engagement überwiegt ganz deutlich – bei Frauen wie Männern – die persönliche Erfahrung („weil ich selbst gerne in die Jungschar bzw. zu den Minis gegangen bin“). Ein weiteres Hauptmotiv ist, „weil ich immer schon mit Kindern arbeiten wollte.“, wobei dieser Beweggrund überwiegend von Frauen genannt wird. 

 

Gruppenleiter/innen sind in erster Linie verlässliche Bezugs- und Vertrauenspersonen für die Kinder. Sie genießen Respekt bei den Mädchen und Buben, wobei jüngere Gruppenleiter/innen eher Schwierigkeiten haben, sich durchzusetzen. Als SpielPartner/innen erfüllen sich Gruppenleiter/innen mitunter auch den Wunsch, selbst wieder „Kind sein“ zu dürfen. Als Traditionsträger/innen der Jungschar verstehen sich Gruppenleiter/innen vor allem als „KinderBildner/innen“. Sie greifen für die Mädchen und Buben relevante Lebensthemen auf und bearbeiten sie spielerisch und erlebnisorientiert.

In der Organisation von Gruppe, Projekten und Veranstaltungen setzen sie Kompetenzen als „Checker/innen“ ein. Schließlich erleben sich Gruppenleiter/innen in der Pfarre auch als Ansprechpartner/innen und Sprecher/innen für Jungscharanliegen aller Art. Nach außen hin kümmern sie sich um Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Ausbildungsstand

Gut jede/r zweite Gruppenleiter/in hat für ihre/seine Tätigkeit zumindest einen Grundkurs besucht. Etwa 10% können andere, berufsspezifische Qualifikationen einbringen. Knapp 47% arbeiten ohne Ausbildung aus der Erinnerung an das eigene Erleben als Jungscharkind oder Ministrant/in.

*Die Kath. Jungschar Bozen-Brixen arbeitet traditionell eng mit der Kath. Jungschar Österreichs zusammen. An der Jungschar-Studie 2014 hat sich Bozen-Brixen allerdings nicht beteiligt, die hier erwähnten Zahlen stammen aus einer eigenen Mitgliedererhebung der KJS Bozen-Brixen.