Wir sorgen und bemühen uns um Kinder, indem wir ihnen Raum geben, Programme und Aktivitäten anbieten und uns Zeit nehmen, mit ihnen in der Freizeit etwas zu unternehmen.
Wir begleiten Kinder ein Stück auf ihrem Lebensweg, indem wir uns bewußt für ihre Lebensumstände interessieren und ihren Bedürfnissen Platz und Gehör verschaffen.
Wir beteiligen Kinder in Kirche und Gesellschaft, indem wir ihnen so, wie sie sind, eine unverzichtbare Rolle in Kirche und Gesellschaft zusprechen und sie ernstnehmen, bestärken und ermutigen.
So wie wir auf Kinder zugehen, wollen wir ihnen in ganzheitlichem Sinn Gutes tun. Wir schaffen Rahmenbedingungen dafür, daß die Kinder sich leiblich, geistig und seelisch entfalten, also „groß und stark“ werden können. Dieses Sich-Sorgen um ein gutes Leben der Kinder nennen wir einen Heilsdienst, den wir nicht nur an den Kindern, sondern auch gemeinsam mit ihnen und durch sie leisten. Wir sind Kirche und können damit unser gesamtes Tun als pastorales Geschehen beschreiben.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
(Mk 9,36-37)
Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
(Mk 10,13-16)
In der Bibel finden wir Anhaltspunkte, wie Jesus mit Kindern umgegangen ist. Weil wir unsere Beziehungen zu den Kindern im Vertrauen auf einen den Menschen zugewandten Gott gestalten, kann unser Bemühen seelsorglich genannt werden. Für die alltägliche Praxis heißt das, daß wir:
Mit dieser Grundhaltung Kindern gegenüber wissen wir uns in der Nachfolge Jesu. So sind wir als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Jungschar für die Kinder TrägerInnen und VerkünderInnen der befreienden und frohmachenden Botschaft Jesu, der gekommen ist, „...damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh. 10,10).
Diese Verkündigung des Evangeliums vollzieht sich im politischen Handeln genauso wie in der religiösen Erfahrung. Im Blick auf die Kinder verstehen wir darunter:
Kindern in ihrer persönlichen Lebenssituation beizustehen, ihnen Raum für eine vielfältige, gute Entwicklung zu schaffen und ihnen Anregung und Orientierung zu geben, damit sie sich in der Hoffnung auf ein gutes Leben entfalten können.
Kinder in ihrer Freude am Leben und an der Welt zu bestärken, sie in ihrem religiösen Suchen und Fragen zu unterstützen und ihnen bei der Deutung ihrer Lebenserfahrungen behilflich zu sein.
Sichtbar wird unser kinderpastorales Handeln im bewußt gestalteten Miteinander von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, in dem das konkrete Leben zur Sprache gebracht, reflektiert und gestaltet, gefeiert und bestärkt wird.
stellt uns vor den Anspruch,
stellt uns vor den Anspruch,
stellt uns vor den Anspruch,
stellt uns vor den Anspruch,
stellt uns vor den Anspruch,
Diese Ansprüche beschreiben unser pastorales Bemühen um die Kinder. Schon in jedem einzelnen Schritt verwirklicht sich die Verkündigung der befreienden und frohmachenden christliche Botschaft. Durch das konkrete Engagement von Menschen wird sie für die Kinder erfahrbar. So sind wir ein Heilszeichen für die Welt.
Katholische Jungschar Österreich 1996