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Lehrgang „Jungschararbeit“

Die Katholische Jungschar Österreichs bietet ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen auf Diözesan- und Bundesebene, aber auch anderen interessierten Personen, die mit Kindern im außerschulischen Freizeitbereich pädagogisch arbeiten, den Lehrgang „Jungschararbeit“ an. Diese sollten an kirchlicher Kinder- oder Jugendarbeit interessiert, religiösen Inhalten offen gegenüberstehen bzw. eine christliche Lebenseinstellung haben.

Information und Anmeldung zu den einzelnen Modulen des Lehrgangs Jungschararbeit:

Bundessekretariat der KJSÖ

Barbara Weber, BA
Wilhelminenstr. 91/II/f
1160 Wien
barbara.weber@kath.jungschar.at
Tel: (0043) 01/ 481 09 97 -13

Lehrgangszertifikat
Der Akademie-Lehrgang „Jungschararbeit“ ist beim Landesjugendreferat Tirol als nicht formales Lernangebot zur „aufZAQ“-Zertifizierung eingereicht.(www.aufzaq.at). Die Lehrgangsteilnehmer/innen erhalten nach dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs ein entsprechendes Zertifikat und  9 ECTS-Punkte (European Community Course Credit Transfer System).

Besonders für die Teilnahme geworben wird unter jenen Personen, die neu oder erstmalig eine Aufgabe in der Jungschar übernehmen bzw. übernommen haben.

Die Module im Überblick:

Einführungsseminar: „Arbeiten in einem Verband“

Ausgehend von der Organisationskultur,den Zielsetzungen und Strukturen der jeweiligen Organisationen, in denen die Teilnehmenden tätig sind, bietet dieses Seminar die Möglichkeit, die je eigene Rolle und die damit verbundenen Aufgabenstellungen zu klären, zu reflektieren und zu präzisieren. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Themenstellungen und Projekten soll vorallem neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Einstieg in ihre Arbeit erleichtern. Weiters geht es bei diesem Seminar um ein Kennenlernen der Teilnehmenden untereinander sowie um das Zusammenfinden als Kursgruppe.

Modul 2:  „Fachlich gut beraten“

Eine der wichtigsten Aufgaben von verbandlichen Mitarbeiter/innen auf Landes- (Diözesan-) oder Bundesebene ist ein gewinnender Umgang mit ehrenamtlichen Gruppenleiter/innen, deren sachkundige Bildung und praxisbezogene Fachberatung.  Im Rahmen dieses Seminars können sich die Teilnehmer/innen unterschiedliche Beratungstechniken aneignen, Methoden der Beratungsarbeit üben und persönliche Haltungen im Umgang mit anderen Menschen (Nähe-Distanz) reflektieren.

Modul 3:  „In der Kirche arbeiten“

Engagiert man sich in einer Organisation – egal ob kirchlich oder nichtkirchlich – hat die Art dieser Organisation sowie die damit verbundenen Zielsetzungen und Werthaltungen Auswirkungen sowohl auf die Tätigkeiten innerhalb der Organisation als auch auf die private Lebensführung, da man durch seine Arbeit auch „für eine bestimmte Sache“ steht bzw. von außen damit identifiziert wird.Dieses Seminar geht den sich daraus ergebenden Fragestellungen nach und will den Teilnehmenden dabei helfen, ein tragfähiges Selbstkonzept für Engagement zu entwickeln. 

Modul 4:  „Global denken und handeln“

Außerschulische Kinder-/Jugendarbeit ist in gesamtgesellschaftliche Entwicklungen eingebettet und wird auch von diesen beeinflusst. Der Anspruch, sich anwaltschaftlich für ein gutes Leben von Heranwachsenden zu engagieren, setzt voraus, dass Mitarbeiter/innen über gesellschaftliche Entwicklungen Bescheid wissen, Position beziehen und ihr Handeln danach ausrichten können.
Dieses Seminar zeigt anhand ausgewählter Beispiele globale Entwicklungen auf und vermittelt die Fähigkeit, daraus Konsequenzenfür das konkrete politische Handeln zu ziehen. Weiters können Methoden und Techniken politischer Arbeit von den Teilnehmenden geübt werden.

Modul 5:  „Teamleiten und entscheiden“

Kinder- und Jugendorganisationen weisen zumeist eine Organisationsstruktur auf, die eine breite Basisbeteiligung vorsieht. Das bedeutet u.a., dass Entwicklungsprozesse vielschichtig verlaufen und Entscheidungen oft in Teams getroffen werden. Eine bedeutsame Anforderung an die Arbeit der Mitarbeiter/innen dieser Organisationen ist die Leitung und Begleitung derartiger Teamprozesse. Dieses Seminar bietet den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Rahmenbedingungen für eine gelingende Teamarbeit zu entwickeln und für die Anwendung in der eigenen Organisation zu nützen.Leitungsaufgaben und kooperative Entscheidungskultur werden in Theorie und Praxis erörtert und werden in ihrer Umsetzung von den Teilnehmer/innen geübt.

Modul 6: "Mann - Frau - Gewalt."

Beziehungsgewalt – in welcher Form  auch immer – ist vor allem ein Problem von Männern. Dem kann frühzeitig entgegengewirkt werden, wenn Buben wie Mädchen in der vielfältigen Gestaltung ihrer jeweiligen Geschlechterrolle jenseits traditioneller Muster von Männlichkeit und Weiblichkeit gefördert und gestärkt werden und für sich neue Formen kooperativen und prosozialen Frau- und Mannseins entwickeln können.
Dieses Seminar bietet den Teilnehmer/innen die Möglichkeit traditionelles Geschlechterrollenverhalten zu reflektieren und sich wesentliche Aspekte einer gewaltpräventiven geschlechtsbezogenen Pädagogik mit Mädchen und Buben bewusst zu machen.

Modul 7: Heiliges Spielen 

Mitarbeiter/innen der Katholischen Jungschar stehen vor der Herausforderung, gottesdienstliche Feiern mit Kindern vorzubereiten und durchzuführen. Dabei müssen sie die besonderen, entwicklungsbedingten Lebenslagen der Mädchen und Buben in geeigneter Weise berücksichtigen. Dieses Seminar bietet den Teilnehmer/innen die Gelegenheit, bestehende Erfahrungen mit Formen des gemeinschaftlichen Gebetes und der liturgischen Feier zu reflektieren und im Blick auf die Beteiligung von Kindern zu qualifizieren. Insbesondere sollen sich die Teilnehmer/innen mit der Rolle von Gottesdienstleiter/innen vertraut machen und Sicherheit für die eigene Praxis gewinnen.

Termine:

25.11.-27.11.2016: Heiliges Spielen, Salzburg

27.01.-29.01.2017: Einführungsseminar: Arbeiten in einem Verband, Wien

10.03.-12.03.2017: Teamleiten und entscheiden , Salzburg

18.05.-21.05.2017: Global denken und handeln, Salzburg

24.11.-26.11.2017: Mann – Frau – Gewalt, Vöcklabruck

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